Der Ausweg
Ein musikalischer Theaterabend rund um poetische Geschöpfe von Franz Kafka AUSVERKAUFT
Tickets & TermineÜber die Veranstaltung
Beginn
19:30 Uhr
Ende
21:00 Uhr
Nach dem Erfolg der »Sonettfabrik« in der Brikettfabrik Louise in Domsdorf 2025 kehrt dessen kreatives Team um Regisseur Michael Sturminger mit einem jungen Ensemble zurück in die Lausitz. In der Danner-Halle auf dem Telux-Gelände in Weißwasser, einem zentralen Spielort des Festivals, der bereits Shakespeares Venedig, Rom und Zypern aufgenommen hat, setzt sich das Publikum für einen besonderen Theaterabend an einen großen, runden Tisch.
Noch weiß niemand, wer die Gäste und die Gastgeber des Abends sind, als eine Person aufsteht und sich in der Mitte des Tisches ein Mikrophon nimmt. Mit Kafkas »Bericht für eine Akademie« beschreibt er sein Ringen um Zugehörigkeit und den Preis der Anpassung: seine »Menschwerdung« als Akt der Selbstdressur und Fremdbestimmung. Bald treten weitere Personen auf, um ihre Erzählungen vorzubringen und erobern nach und nach den Tisch, der längst zur Bühne geworden ist. Welten treffen aufeinander und immer wieder stellt sich die Frage nach einem Ausweg. Die Grenze zwischen »uns« und »den anderen« wird in Frage stellt.
Wie definiert sich Menschlichkeit und wie Zugehörigkeit? »Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht? Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen? Sind wir euch in allen Dingen ähnlich, so wollen wir’s euch auch darin gleichtun.« Wohin führt uns die Suche nach einem Ausweg?
Eine Kooperation des Lausitz Festivals mit dem Max Reinhardt Seminar, Institut für Schauspiel und Schauspielregie der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Sensible Inhalte
In der Aufführung kommt zum Einsatz von Stroboskopeffekten.
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Diesen Service im Rahmen des Lausitz Festivals verdanken wir den Verkehrsverbünden VVO, VBB und ZVON.
Alternative Option: Ihre Reise mit PriMa+ÖV
Ein Angebot des ZVON für die Regionen Weißwasser, Niesky, Görlitz und Zittau
Wenn kein Bus fährt, bringt Sie ein ÖPNV-Taxi oder eine private Mitfahrgelegenheit bequem ans Ziel – fast zum Nahverkehrspreis. Alles auf einer Plattform, alles aus einer Hand. Weitere wichtige Informationen finden Sie auf der Webseite von PriMa+ÖV.
Telefonische Buchungen sind auch über den Kundenservice möglich: 03591/326969.
Barrierefreiheit
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Jakob Nepomuk Eder
Jakob Nepomuk Eder, 2000 in Wien geboren, studiert seit 2024 Schauspiel am Max Reinhardt Seminar. An der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt schloss er 2020 seine Ausbildung in Fotografie ab. Am Max Reinhardt Seminar spielte er zuletzt in der Vordiplominszenierung »Der Disney-Killer« von Philip Ridley (Regie: Julian Rohrmoser). Außerdem wirkte er am Kurzhörspiel »Anleitung, sich ein Bett mit dem Winter zu teilen« von Giorgio Ferretti (Koproduktion Schauspielhaus Wien mit Radio Ö1) mit.
In den letzten Jahren stand er in mehreren Kurzfilmen vor der Kamera und arbeitete zwischen Schule und Studium als Tellerwäscher, Koch, Kellner, Barkeeper, Fahrradbote, Werkstattarbeiter und Verkäufer; zudem war er ein Jahr lang ehrenamtlicher Mitarbeiter in einem Heim für Wohnungslose. Er spricht neben Deutsch auch fließend Englisch.
Lena Kalisch
Lena Kalisch ist eine deutsch-israelische Schauspielerin. Seit ihrem Studium am Max Reinhardt Seminar hat sie an Häusern wie dem Burgtheater, dem Schauspiel Köln, Schauspielhaus Graz, Rabenhof und Hamakom gespielt. Sie ist in Filmproduktionen wie »Unorthodox«, »Motti Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse«, »Pfau«, »Münter und Kandinsky« und »Euer Ehren« zu sehen. Der Kinofilm »Block 10«, in dem sie mitwirkte, kommt im November 2026 in die Kinos.
Momentan probt sie am Phönix Theater in Linz für die Spielzeiteröffnung 26/27 »Caligula«. Lena Kalisch schrieb das Kinderbuch »Nayan macht die Augen auf« und wird zurzeit vom Bundesministerium für Kultur für das Schreiben an einem Theaterstück gefördert. Sie lebt in Wien und Tel Aviv.
Emma Meyer
Emma Meyer, in Greifswald geboren und aufgewachsen, entdeckte früh ihre Leidenschaft für das Ballett. Nach dem Abitur sammelte sie in Berlin an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz im Jugendclub P14 wichtige Erfahrungen – auf und neben der Bühne. Parallel studierte sie Theologie und Gräzistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Anschließend absolvierte sie das Schauspielstudium am Max Reinhardt Seminar in Wien. Nach einem Engagement am Schlosstheater Celle kehrte sie ans Max Reinhardt Seminar zurück, wo sie derzeit im zweiten Jahr Schausspielregie studiert.
Zuletzt war sie in der Diplominszenierung ihren Kollegen Jakob Leanda Wernisch »Keine Hoffnung, Baby!« als Schauspielerin zu sehen und zeigte als Regisseurin in »Passio sanctarum virginum Agapis, Chioniae et Hirenae« von Hrotsvit von Gandersheim, dass feministische Themen des Mittelalters auch heute noch brandaktuell sind. Sie spricht neben Deutsch auch fließend Englisch und gut Französisch.
Jasmin Thuy Nga Nguyen
Jasmin Thuy Nga Nguyen, 2002 in Meiningen geboren, sammelte am Staatstheater Meiningen in diversen Projekten ihre ersten Bühnenerfahrungen. 2022 begann sie ein Studium der Staatswissenschaften und Erziehungswissenschaft an der Universität Erfurt, wechselte 2024 zum Schauspielstudium an das Max Reinhardt Seminar in Wien. Zuletzt spielte sie die Merricat in »Wir haben schon immer im Schloss gelebt« von Shirley Jackson (Regie: Johanna Theresa Kainz). Sie spricht neben Deutsch auch fließend Englisch und Vietnamesisch.
Sarah Wockenfuß
Sarah Wockenfuß wurde 2001 in Rostock geboren und ist dort aufgewachsen. Sie spricht fließend Spanisch und Englisch und verbrachte nach dem Abitur ein Auslandsjahr in Kolumbien. Danach absolvierte sie eine vierjährige Gesangsausbildung am Konservatorium Rostock und zog 2021 für ihr Schauspielstudium nach Wien.
Mit der Produktion »K.I. und Abel« in der Regie von Bianca Thomas wurde sie 2024 zum Wuzhen Theatre Festival nach China eingeladen. Sie wirkte 2024 im Ensemble von Elfriede Jelineks »Sonne, los jetzt!« in der Regie von Christina Tscharyiski mit. 2025 war sie in der Diplominszenierung von Lukas Schöppl (#”s” weg!) »Der Hofmeister – oder: Vorteile der Privaterziehung« sowie in der “Sonettfabrik” in der Regie von Michael Sturminger beim Lausitz Festival zu sehen.
Gabriel Oceano Schlager
Gabriel Oceano Schlager, 2001 in Stuttgart geboren und in Hannover aufgewachsen, studiert seit 2022 am Max Reinhardt Seminar in Wien. Erste Bühnenerfahrungen sammelte er als Jugendlicher in verschiedenen Inszenierungen am Schauspiel Hannover. Mit »Rocco und seine Brüder« (Regie: Lars-Ole Walburg) war er 2016 bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen zu sehen. 2024 wirkte er in »Die Borgias« (Regie: Sarantos Georgios Zervoulakos) bei den Sommerspielen Melk mit.
Am Max Reinhardt Seminar spielte er zahlreiche Rollen in Inszenierungen seiner Kolleg:innen sowie in Shakespeares »Macbeth« in der Regie von Thorleifur Örn Arnarsson. Neben Deutsch spricht er fließend Englisch und spielt Trompete.
Anja Thiemann
Anja Thiemann spielte bereits in ihrer Kindheit im Sorbischen Pioniertheater sowie als Statistin im Deutsch-Sorbischen Volkstheater in Bautzen. Mittlerweile lebt sie in Wien und arbeitet als Professorin für Schauspiel am Max Reinhardt Seminar.
Anja Thiemann spielte bereits in ihrer Kindheit im Sorbischen Pioniertheater sowie als Statistin im Deutsch-Sorbischen Volkstheater in Bautzen. Sie studierte zunächst Ethnographie an der Humboldt Universität zu Berlin. Bereits während ihres Schauspielstudiums an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin kehrte sie das erste Mal nach Bautzen zurück und spielte in der sorbischen Übersetzung „Der zerbrochne Krug“ von Kleist. Ihr Beruf führte sie noch des öfteren auf diese Bühne zurück, sie spielte in obersorbisch und niedersorbisch. Auch führte sie hier Regie bei der sorbischen Inszenierung „Lovers“ von B. Friel. Mittlerweile lebt sie in Wien und arbeitet als Professorin für Schauspiel am Max Reinhardt Seminar. Sie forscht zum Thema „Dramatik aus weiblicher Perspektive“ und setzt sich mit der Arbeitsgruppe „Vergessene“ Autorinnen erfolgreich für die Wiederentdeckung und Aufführung der Dramatikerinnen vergangener Jahrhunderte ein: z. B. Olympe de Gouges, Gina Kaus und Lida Winiewicz.
Michael Sturminger
Michael Sturminger (Konzept und Regie) wurde 1963 in Wien geboren, wo er Regie und Drehbuch an der Universität für Musik und darstellende Kunst studierte. Seit 1990 ist er als freier Schauspiel-, Musiktheater- und Filmregisseur sowie als Autor von Theatertexten, Libretti und Drehbüchern tätig.
Von 2014 bis 2022 war er Intendant der Sommerspiele Perchtoldsdorf. Von 2018 bis 2023 lehrte er als Universitätsprofessor für Musiktheaterregie und Dramatische Darstellung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Zu den Stationen seiner Arbeiten gehören das Mariinski-Theater in St. Petersburg, das Nationaltheater Taipeh, die Elbphilharmonie Hamburg, das Theater an der Wien, das Opernhaus Zürich, das Aalto Theater Essen, das Staatstheater am Gärtnerplatz München, die Wiener Staatsoper, die Volksoper Wien, die Opernhäuser Wiesbaden, Graz und Köln.
Michael Sturminger war Gast bei den Osterfestspielen Salzburg, dem Cherry Orchard Festival Moscow, dem Festival Wien Modern, den Schwetzinger Festspielen, bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, dem Prague Spring Festival, White Nights Festival Sankt Petersburg, Sydney Festival, Toronto Festival, dem Grafenegg Festival sowie bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen, dort inszenierte er u.a. von 2017 bis 2023 den »Jedermann«. Seine »Salome« am Stadttheater Klagenfurt wurde 2018 als »Beste Gesamtproduktion Oper« mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet, Bernhard Langs neue Oper »Hiob« zu dem Sturminger Libretto und Inszenierung beisteuerte, wurde 2024 mit dem österreichischen Musiktheaterpreis für die beste Uraufführung ausgezeichnet.
Enge künstlerische Partnerschaften verbinden ihn mit John Malkovich und Bernhard Lang. Sturminger arbeitete mit berühmten Opernschaffenden wie Christian Thielemann, Anja Harteros, Anna Netrebko, Cecilia Bartoli u. a. sowie zahlreichen bedeutenden Film- und Theaterkünstler:innen zusammen.
Nina Samadi
Nina Samadi, geboren und aufgewachsen in Wien, schloss dort das Diplom für Mode ab.
Als freie Kostümbildnerin setzte sie für die Regiearbeiten von Veronika Glatzner die Kosümbilder für mehrere installative Stationentheaterstücke in Wien um. 2024 waren ihre Kostüme am Staatstheater Wiesbaden bei der Produktion »Komödie der Worte« zu sehen. Gemeinsam mit Marie Sturminger gestaltete sie die Kostümbilder für die Oper »Otello« am Staatstheater Kassel sowie für die Produktion »Sonettfabrik« in der Regie von Michael Sturminger, mit der das Lausitz Festivals 2025 eröffnet wurde.
Paul Sturminger
Paul Sturminger lebt und arbeitet in Wien. Studium der Szenographie bei Erich Wonder und Anna Viebrock. Seit 2014 gestaltet er Bühnen und Kostümbildner sowie Videos für Theater, Oper, Museen und Kino.
Er arbeitete u. a. am Tiroler Landestheater, am Theater an der Wien, bei den Sommerspielen Perchtoldsdorf, an der Elbphilharmonie Hamburg, am Wiener Konzerthaus, am MuTh, am Stadttheater Klagenfurt, beim MARKK, am KHM Wien, beim Lighthouse Festival, an der Philharmonie Berlin, am Salzburger Landestheater, am Rabenhof Theater und beim Lausitz Festival - in Zusammenarbeit mit Veronika Glatzner, Laura Malmberg, Marie Sturminger, Andreas Donhauser, Renate Martin, Christof Hetzer, Nina Samadi, Manuel Biedermann, Philipp Lossau, lichterloh.tv und Michael Sturminger (u. a.).
Bernhard Fleischmann
Bernhard Fleischmann, geboren 1975, lebt als freischaffender Musiker b. fleischmann in Wien. Seit 1998 Beschäftigung mit elektronischer Musik.
1999 veröffentlicht er auf den neuen Labels »Morr Music« und »charhizma« sein Debut »pop loops for breakfast«. Es folgen weltweit etliche weitere Veröffentlichungen auf internationalen Labels. Für »Welcome Tourist« erhielt er 2003 den »Qwartz Electronic Music Award« in der Kategorie bestes Album. 2008 erscheint »Angst Is Not A Weltanschauung« – ein Album, das von MICA – music austria unter den Top Ten Records aus Österreich in der Dekade 2000–2010 gelistet wird. 2018 erscheint das Album »Stop Making Fans« auf Morr Music, 2022 das Album »Music For Shared Rooms« mit ausgewählten Stücken von Theater und Filmmusik. Konzerte und Tourneen fanden in den letzten Jahren weltweit statt. Neben seiner Tätigkeit als Musiker und Remixer ist b. fleischmann auch als DJ und Produzent tätig. Seit 2001 arbeitet b. fleischmann auch regelmäßig an Theater- und Filmmusik im In- und Ausland.
Alexandra Althoff
Alexandra Althoff studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Dramaturgie für Medien und Theater an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig und Film Studies an der Graduate School for Humanities der Universiteit van Amsterdam. Als Dramaturgin war sie u. a. am Schauspiel Köln, Schauspielhaus Bochum, Schauspiel Frankfurt, Residenztheater München, Berliner Ensemble und bei den Salzburger Festspielen engagiert.
Mit Bernhard Mikeska und Lothar Kittstein gründete sie 2009 das Kollektiv RAUM+ZEIT (Einladung zum Schweizer Theatertreffen 2019; Auszeichnung mit dem Friedrich-Luft-Preis 2022). Von 2019 bis 2022 war sie Stellvertretende Künstlerische Direktorin am Burgtheater. Seit 2024 leitet Alexandra Althoff das Max Reinhardt Seminar.
Mitwirkende
Schauspiel Jakob Nepomuk Eder
Schauspiel Lena Kalisch
Schauspiel Emma Meyer
Schauspiel Jasmin Thuy Nga Nguyen
Schauspiel Sarah Wockenfuß
Schauspiel Gabriel Oceano Schlager
Schauspiel Anja Thiemann
Regie Michael Sturminger
Bühne und Kostüme Nina Samadi, Paul Sturminger
Musik und Soundscapes Bernhard Fleischmann
Dramaturgie Alexandra Althoff
Veranstaltungsort
Veranstaltungsort Danner-Halle, TELUX-Gelände, Weißwasser/O.L. / Běła Woda
Adresse Straße der Einheit 20, 02943 Weißwasser/O.L. / Běła Woda
Kooperationspartner