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Theater

Der Ausweg (Uraufführung)

Michael Sturminger, Regisseur der »Sonettfabrik« 2025, kehrt mit einer neuen Theaterarbeit zum Lausitz Festival zurück

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© shutterstock

Über die Veranstaltung

Beginn

19:30 Uhr

Ende

21:00 Uhr

Nach dem Erfolg der »Sonettfabrik« in der Brikettfabrik Louise in Domsdorf 2025 kehrt dessen kreatives Team um Regisseur Michael Sturminger mit einem jungen Ensemble zurück in die Lausitz. In der Danner-Halle auf dem Telux-Gelände in Weißwasser, einem zentralen Spielort des Festivals, der bereits Shakespeares Venedig, Rom und Zy-pern aufgenommen hat, setzt sich das Publikum für einen besonderen Theaterabend an einen großen, runden Tisch.

Noch weiß niemand, wer die Gäste und die Gastgeber des Abends sind, als eine Person aufsteht und sich in der Mitte des Tisches ein Mikrophon nimmt. Mit Kafkas »Bericht für eine Akademie« beschreibt er sein Ringen um Zugehörigkeit und den Preis der Anpassung: seine »Menschwerdung« als Akt der Selbstdressur und Fremdbestimmung. Bald treten weitere Personen auf, um ihre Erzählungen vorzubringen und erobern nach und nach den Tisch, der längst zur Bühne geworden ist. Welten treffen aufeinander und immer wieder stellt sich die Frage nach einem Ausweg. Die Grenze zwischen »uns« und »den anderen« wird in Frage stellt.

Wie definiert sich Menschlichkeit und wie Zugehörigkeit? »Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht? Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen? Sind wir euch in allen Dingen ähnlich, so wollen wir’s euch auch darin gleichtun.« Wohin führt uns die Suche nach einem Ausweg?

 

Eine Kooperation des Lausitz Festivals mit dem Max Reinhardt Seminar, Institut für Schauspiel und Schauspielregie der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.

© Linda Tomschiczek
Schauspiel

Jakob Nepomuk Eder

Jakob Nepomuk Eder, 2000 in Wien geboren, studiert seit 2024 Schauspiel am Max Reinhardt Seminar. An der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt schloss er 2020 seine Ausbildung in Fotografie ab. Am Max Reinhardt Seminar spielte er zuletzt in der Vordiplominszenierung »Der Disney-Killer« von Philip Ridley (Regie: Julian Rohrmoser). Außerdem wirkte er am Kurzhörspiel »Anleitung, sich ein Bett mit dem Winter zu teilen« von Giorgio Ferretti (Koproduktion Schauspielhaus Wien mit Radio Ö1) mit. In den letzten Jahren stand er in mehreren Kurzfilmen vor der Kamera und arbeitete zwischen Schule und Studium als Tellerwäscher, Koch, Kellner, Barkeeper, Fahrradbote, Werkstattarbeiter und Verkäufer; zudem war er ein Jahr lang ehrenamtlicher Mitarbeiter in einem Heim für Wohnungslose. Er spricht neben Deutsch auch fließend Englisch.

© Linda Tomschiczek
Schauspiel

Emma Meyer

Emma Meyer, in Greifswald geboren und aufgewachsen, entdeckte früh ihre Leidenschaft für das Ballett. Nach dem Abitur sammelte sie in Berlin an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz im Jugendclub P14 wichtige Erfahrungen – auf und neben der Bühne. Parallel studierte sie Theologie und Gräzistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Anschließend absolvierte sie das Schauspielstudium am Max Reinhardt Seminar in Wien. Nach einem Engagement am Schlosstheater Celle kehrte sie ans Max Reinhardt Seminar zurück, wo sie derzeit im zweiten Jahr Schausspielregie studiert. Zuletzt war sie in der Diplominszenierung ihren Kollegen Jakob Leanda Wernisch »Keine Hoffnung, Baby! « als Schauspielerin zu sehen und zeigte als Regisseurin in »Passio sanctarum virginum Agapis, Chioniae et Hirenae« von Hrotsvit von Gandersheim, dass feministische Themen des Mittelalters auch heute noch brandaktuell sind. Sie spricht neben Deutsch auch fließend Englisch und gut Französisch.

© Linda Tomschiczek
Schauspiel

Jasmin Thuy Nga Nguyen

Jasmin Thuy Nga Nguyen, 2002 in Meiningen geboren, sammelte am Staatstheater Meiningen in diversen Projekten ihre ersten Bühnenerfahrungen. 2022 begann sie ein Studium der Staatswissenschaften und Erziehungswissenschaft an der Universität Erfurt, wechselte 2024 zum Schauspielstudium an das Max Reinhardt Seminar in Wien. Zuletzt spielte sie die Merricat in »Wir haben schon immer im Schloss gelebt« von Shirley Jackson (Regie: Johanna Theresa Kainz). Sie spricht neben Deutsch auch fließend Englisch und Vietnamesisch.

© Julia Dragostis
Schauspiel

Seide Noffke

Seide Noffke, 2000 in Klein Hansdorf am Stadtrand von Hamburg geboren, steht seit ihrer Kindheit auf der Bühne: vom Kleinen Theater Bargteheide bis zum Spielclub am Thalia Theater in Hamburg. 2026 schloss sie ihre Schauspielausbildung mit Diplom am Max Reinhardt Seminar in Wien ab und zeigte dort ihre Inszenierung von »Antigone« nach Sophokles. 2024/25 studierte sie in Avignon an der École Jacques Lecoq »Physical Theatre«. Während des Studiums wirkte sie in Produktionen im Burgtheater Vestibül in Wien, bei den Festspielen Reichenau sowie bei den Salzburger Festspielen mit. 2024 wurde sie mit der Produktion »KI und Abel« (Regie: Bianca Thomas) zum Wuzhen Theatre Festival nach China eingeladen. Seit 2026 lebt sie wieder in Wien. Sie spricht neben Deutsch fließend Englisch und Französisch.

© Linda Tomschiczek
Schauspiel

Gabriel Oceano Schlager

Gabriel Oceano Schlager, 2001 in Stuttgart geboren und in Hannover aufgewachsen, studiert seit 2022 am Max Reinhardt Seminar in Wien. Erste Bühnenerfahrungen sammelte er als Jugendlicher in verschiedenen Inszenierungen am Schauspiel Hannover. Mit »Rocco und seine Brüder« (Regie: Lars-Ole Walburg) war er 2016 bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen zu sehen. 2024 wirkte er in »Die Borgias« (Regie: Sarantos Georgios Zervoulakos) bei den Sommerspielen Melk mit. Am Max Reinhardt Seminar spielte er zahlreiche Rollen in Inszenierungen seiner Kolleg:innen sowie in Shakespeares »Macbeth« in der Regie von Thorleifur Örn Arnarsson. Neben Deutsch spricht er fließend Englisch und spielt Trompete.

© Ingo Pertramer
Regie

Michael Sturminger

Michael Sturminger (Konzept und Regie) wurde 1963 in Wien geboren, wo er Regie und Drehbuch an der Universität für Musik und darstellende Kunst studierte. Seit 1990 ist er als freier Schauspiel-, Musiktheater- und Filmregisseur sowie als Autor von Theatertexten, Libretti und Drehbüchern tätig.

Von 2014 bis 2022 war er Intendant der Sommerspiele Perchtoldsdorf. Von 2018 bis 2023 lehrte er als Universitätsprofessor für Musiktheaterregie und Dramatische Darstellung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Zu den Stationen seiner Arbeiten gehören das Mariinski-Theater in St. Petersburg, das Nationaltheater Taipeh, die Elbphilharmonie Hamburg, das Theater an der Wien, das Opernhaus Zürich, das Aalto Theater Essen, das Staatstheater am Gärtnerplatz München, die Wiener Staatsoper, die Volksoper Wien, die Opernhäuser Wiesbaden, Graz und Köln.

Michael Sturminger war Gast bei den Osterfestspielen Salzburg, dem Cherry Orchard Festival Moscow, dem Festival Wien Modern, den Schwetzinger Festspielen, bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen, dem Prague Spring Festival, White Nights Festival Sankt Petersburg, Sydney Festival, Toronto Festival, dem Grafenegg Festival sowie bei den Bregenzer und Salzburger Festspielen, dort inszenierte er u.a. von 2017 bis 2023 den »Jedermann«. Seine »Salome« am Stadttheater Klagenfurt wurde 2018 als »Beste Gesamtproduktion Oper« mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet, Bernhard Langs neue Oper »Hiob« zu dem Sturminger Libretto und Inszenierung beisteuerte, wurde 2024 mit dem österreichischen Musiktheaterpreis für die beste Uraufführung ausgezeichnet.

Enge künstlerische Partnerschaften verbinden ihn mit John Malkovich und Bernhard Lang. Sturminger arbeitete mit berühmten Opernschaffenden wie Christian Thielemann, Anja Harteros, Anna Netrebko, Cecilia Bartoli u. a. sowie zahlreichen bedeutenden Film- und Theaterkünstler:innen zusammen.

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© Heinz Holzmann
Dramaturgie

Alexandra Althoff

Alexandra Althoff studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Dramaturgie für Medien und Theater an der Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig und Film Studies an der Graduate School for Humanities der Universiteit van Amsterdam. Als Dramaturgin war sie u. a. am Schauspiel Köln, Schauspielhaus Bochum, Schauspiel Frankfurt, Residenztheater München, Berliner Ensemble und bei den Salzburger Festspielen engagiert. Mit Bernhard Mikeska und Lothar Kittstein gründete sie 2009 das Kollektiv RAUM+ZEIT (Einladung zum Schweizer Theatertreffen 2019; Auszeichnung mit dem Friedrich-Luft-Preis 2022). Von 2019 bis 2022 war sie Stellvertretende Künstlerische Direktorin am Burgtheater. Seit 2024 leitet Alexandra Althoff das Max Reinhardt Seminar.

Mitwirkende

  • Schauspiel Jakob Nepomuk Eder

  • Schauspiel Emma Meyer

  • Schauspiel Jasmin Thuy Nga Nguyen

  • Schauspiel Seide Noffke

  • Schauspiel Gabriel Oceano Schlager

  • Regie Michael Sturminger

  • Bühne und Kostüme Paul Sturminger

  • Dramaturgie Alexandra Althoff

Veranstaltungsort

  • Veranstaltungsort Danner-Halle, TELUX-Gelände, Weißwasser/O.L. / Běła Woda

  • Adresse Straße der Einheit 20, 02943 Weißwasser/O.L. / Běła Woda

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Kooperationspartner

Max Reinhardt Seminar

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