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Wir freuen uns über Veröffentlichungen, jeden Like, Post und ganz allgemein die Bewerbung des Festivals.

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Das Lausitz Festival 2023 - Auf einen Blick

Wann: 25. August bis 10. September 2023

Wo: Bad Muskau/Mużakow – Bautzen/Budyšin – Cottbus/Chóśebuz – Cunewalde – Doberlug-Kirchhain – Domsdorf – Finsterwalde – Görlitz – Hoyerswerda/Wojerecy – Senftenberg/Zły Komorow – Weißwasser/O.L./Běła Woda – Zittau – Herrnhut

Was: Konzert, Theater, Tanz, Musiktheater, Jazz, Ausstellung, Gespräch, Literatur, Film

Das ausführliche Programm finden sie unter: www.lausitz-festival.eu/de/programm

Pressetext Lausitz Festival - Kurzversion

»Hereinforderung« nimmt das Spannungsfeld zwischen Ideal und Wirklichkeit in den Fokus und stellt die Frage nach der Notwendigkeit von Wertentscheidungen in den Raum. In der heterogenen Landschaft der Lausitz, die sich von Brandenburg über Sachsen bis ins polnische Grenzland erstreckt, lädt das Lausitz Festival vom 25. August bis 10. September zu Konzerten von Klassik bis Jazz, Tanz, Theater, literarischen Matineen, philosophischen Gesprächen und Ausstellungen mit zeitgenössischer Kunst. Die Spielstätten spiegeln dabei die wechselvolle Geschichte der Lausitz wider – neben architektonisch beeindruckenden Theaterhäusern werden Schloss- und Parkanlagen, Filmtheater, Industriedenkmäler und Kirchen zur Bühne für Kunsterlebnisse. 

Texte und Fotos

  • Bad Muskau, Kavalierhaus - Ausstellung - 26.08. - 17.09.2023

    Veranstaltungstext

    »Solange ich kann« Eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst

    Datum: 26.08. – 17.09.
    Ausstellungseröffnung: 26.08., Samstag, 15:00 – 17:00
    Öffnungszeiten: 27.08–17.09., jeweils Do. – So., 10:00 – 18:00
    Ort: Kavalierhaus, Schlossanlage Bad Muskau
    Sparte: Ausstellung


    Freiheit als Provokation – so lautete der Titel einer Konzertreihe mit Werken des  Komponisten John Cage, des Meisters der künstlerischen Erforschung des Zufalls. Die  Freiheit der Kunst und die Freiheit dessen, was künstlerischer Ausdruck sein kann, wurden im Laufe des 20. Jahrhunderts immer größer und eröffneten ein letztlich unbegrenztes Terrain. Für die Künstler:innen stellte sich diese Freiheit weniger als Herausforderung oder Bedrohung dar. Vielmehr machten sie sie zur aktiven Mitspielerin des künstlerischen  Schaffensprozesses. Sie ließen den Zufall walten, übertrugen ihm die Kontrolle über das  künstlerische Ergebnis und nahmen sich die Freiheit, dem eigenen künstlerischen Prozess Regeln zu geben. Sie erforschten explizit die Felder des Dilettantismus und der scheinbar trivialen Materialien.

    Über die Befragung und Ausweitung des eigenen Schaffensprozesses hinaus, machten Künstler:innen ideologische, ökonomische und gesellschaftliche Systeme und ihre Grade der Freiheit und Unfreiheit sichtbar. Sie untersuchten die Eingebundenheit der oder des Einzelnen in gesellschaftliche oder ideologische Regelwerke, adressierten die Möglichkeit oder Unmöglichkeit, sie zu überwinden, und untersuchten damit auch Macht und Grenzen von Systemen. Nicht zuletzt aber offenbarten sie eine große Lust, im künstlerischen  Schaffen aus der Freiheit wie aus der selbst gewählten Einschränkung zu schöpfen.

    In Kooperation mit der Schenkung Sammlung Hoffmann und dem Kunstfonds der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Sammlung Hoffmann, Berlin, sowie dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst und der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau

    Fotos

    © Paul Glaser
  • Bautzen, Sorbisches Museum / Serbski muzej - Literatur - 27.08.2023

    Veranstaltungstext

    Literarische Matinee: »Sauermehlsuppe« und andere Grenzüberschreitungen

    Datum: 27.08.
    Zeit: 11:00 Uhr
    Ort: Festsaal, Sorbisches Museum/ Serbski muzej, Bautzen
    Sparte: Literatur

    Claudia Michelsen liest drei Erzählungen von Olga Tokarczuk

    Die polnische Autorin Olga Tokarczuk, Literaturnobelpreisträgerin des Jahres 2018, ist eine Meisterin im Schaffen von eigenen Welten und Universen, die das Überschreiten von  Grenzen als Lebensform thematisieren. Zeitalter und Epochen durchdringen einander. In  ihren Erzählungen erleiden höchst eigenwillige und dabei sehr alltägliche Held:innen ihr Schicksal oder rennen dagegen an, durch den Verlust von Heimat und Identität des Gefühls der Zugehörigkeit beraubt. Und so kann es sein, dass ein Mann einen Berg besteigt, um talwärts in das Heimatdorf seiner Kindheit zu sehen, und als Toter keine Ruhe findet. Die Visionen eines Zimmermädchens im Hotel Capital, das über Herkunft und Charakter seiner Bewohner anhand ihrer Hinterlassenschaften fabuliert, werden Geschichte. Und der Wert einer Dose Sauermehlsuppe wird in einem polnischen Grenzort höchst variabel definiert.

    Fotos

    © Mathias Bothor
  • Branitz, Grüner Saal Schloss Branitz - Literatur - 01.09.2023

    Veranstaltungstext

    Arthur Schnitzlers »Fräulein Else«: Lesung und Kommentar

    Datum: 01.09.
    Zeit: 19:30 Uhr
    Ort: Grüner Saal, Schloss Branitz, Cottbus
    Sparte: Literatur

    Arthur Schnitzler publizierte 1924 die Monolog-Novelle »Fräulein Else«, deren Protagonistin die 19-jährige Tochter eines jüdischen Rechtsanwalts ist, die in den Dolomiten ihre Ferien verbringt. Um ihren Vater vor dem Bankrott zu retten, soll sie Geld von einem  Geschäftsfreund erbitten, der allerdings als Gegenleistung fordert, sie eine Viertelstunde »nur vom Sternenlicht bekleidet« sehen zu dürfen. Die Novelle ist das Protokoll von Elses Wahrnehmungen und eine psychologische Fallstudie mit gesellschaftskritischem Akzent. Sonja Beißwenger liest aus der Erzählung, die Hanjo Kesting kenntnisreich kommentiert.

    Mitwirkende: Sonja Beißwenger (Lesung), Hanjo Kesting (Vortrag)

    In Kooperation mit der Stiftung Fürst-Pückler-Museum – Park und Schloss Branitz

    Fotos

    © Michael Neugebauer, Peter Köhn
  • Cottbus, Altes Stadthaus - Gespräch - 08.09. - 10.09.2023

    Veranstaltungstext

    Lausitz Labor: Philosophisches Symposium

    Datum: 08.09. - 10.09.
    Ort: Altes Stadthaus Cottbus
    Sparte: Gespräch

    »Hereinforderung«, das Inspirationswort des Lausitz Festivals 2023, dient dem Lausitz  Labor als Ausgangspunkt für Vorträge und Diskussionen. Im gesellschaftlichen Miteinander fordern Gerechtigkeit oder Gesetz mitunter Rache oder Gehorsam, aber manchmal ist es auch das Leben selbst, das von uns Menschen etwas fordert, zum Beispiel die Bereitschaft zu improvisieren und umzudenken, wie es viele Lausitzer:innen aktuell erleben. Doch was als Forderung an uns herantritt, muss nicht per se Unterwerfung oder Zwang bedeuten. Wo wir als denkende und fühlende Wesen respektvoll angesprochen und einbezogen werden, eben hereingefordert statt herausgefordert, können wir auch positiv motiviert und auf  engagierte Weise für Neues einstehen und verbindlich werden.

    Lausitz Labor lädt an drei aufeinanderfolgenden Tagen international ausgewiesene  Spezialist:innen aus den Bereichen Philosophie, Soziologie, Recht, Literatur, Kunst- und  Kulturwissenschaften zu einem Symposium in die Lausitz ein. Anhand einzelner Aspekte  ausgewählter Kunstwerke des Festivals werden Themenkomplexe verhandelt und dabei die Wechselwirkung von Kunst und Gesellschaft reflektiert: Welche Art von Wirkungskraft und Kritik kann von Kunstwerken ausgehen? Wie formuliert und verhandelt Kunst grundlegende Normen und Ideale von Freiheit, Liebe und Gerechtigkeit? Auf welche Weise spielen Liebe, Treue und Verrat in neue Formen des Politischen hinein.? Wie verhalten sich Demokratie,
    Recht und Freiheit zueinander? Ist Liebe käuflich? Wo endet Glück und beginnt Gewalt?  Was lehrt uns die Kunst über Irrtum, Wahrheit und Hoffnung? Was bedeutet es, den  Herausforderungen der Realität als Kollektiv und nicht (nur) als Individuum zu begegnen? Die am Freitag stattfindenden Panels nehmen das auf dem Festival laufende Theaterstück
    »Der Kaufmann von Venedig« von William Shakespeare als Inspiration. Dabei wird unter anderem nachgedacht über die Gewaltförmigkeit von Ökonomie, die Verbindlichkeit von  Geld und Recht – und nicht zuletzt über Logiken und Effekte von religiösem Hass und  Antisemitismus.

    Die am Samstag stattfindenden Vorträge und das Panel sind zum einen vom Text »Ecce homo« von Friedrich Nietzsche inspiriert, zum anderen von Bernd Alois Zimmermanns  »Ekklesiastische Aktion«. Darin geht es anhand von Bibelpassagen des Prediger Salomo um den Machtmissbrauch der Kirche und von Passagen aus Fjodor Dostojewskis Roman »Die Brüder Karamasow« konkret um die Figur des Großinquisitors, der den  wiederauferstandenen Jesus Christus ein weiteres Mal vertreibt. Theorie-Impulse erweitern diesen Themenkomplex um die Frage nach der (In-)Stabilität von Ordnungen und der Aufsprengung durch Wandel, die zu rigiden Verteidigungsstrategien führen. Am Sonntag  beziehen sich die Vorträge und das Panel auf Motive aus der Oper »Julie« von Philippe Boesmans nach August Strindbergs »Fräulein Julie«. Gibt es einen Zusammenhang  zwischen Medienabhängigkeit und dem Begehren nach Liebe und Glück? Welche Rolle  spielen Affekte in der Bildung sozialer, politischer Gemeinschaften?

    Kuration und  Moderation: Christoph Menke, Christiane Voss, Lars Dreiucker, Fulvia Modica

     

    Freitag 08.09.
    Programmbezug: Shakespeares »Der Kaufmann von Venedig«

    10:00–12:00 Uhr Panel 1: Die Logik der Äquivalenz – Ökonomie und Recht
    Mitwirkende: Christoph Möllers, Ute Tellmann

    12:30–14:30 Uhr Panel 2: Recht, Rache, Gnade
    Mitwirkende: Claudia Olk, Benno Zabel

    16:00–18:00 Uhr Panel 3: Gewalt und Religion – Konfrontation von Religionen
    Mitwirkende: Aleida Assmann, Jan Assmann, Naika Foroutan

    Samstag 09.09.
    Programmbezug: Zimmermanns »Ekklesiastische Aktion«, »Der Großinquisitor« aus Dostojewskis »Die Brüder Karamasow« und Nietzsches »Ecce homo«

    10:30–12:00 Uhr Vortrag 1: Der Verrat der Freiheit an die Ordnung
    Vortrag: Helmuth Lethen

    12:30–14:30 Uhr Panel: Die Umwertung aller Werte
    Mitwirkende: Helmut Heit, Stefania Maffeis

    16:00–17:30 Uhr Vortrag 2: Freiheit und Aufsprengung der Ordnung
    Vortrag: Susanne Baer

    Sonntag 10.09.
    Programmbezug: Boesmans’ und Strindbergs »Julie«

    10:00–11:00 Uhr Vortrag 1: Oper und Liebe – Liebe als Befreiung
    Vortrag: Barbara Vinken

    11:30–12:30 Uhr Vortrag 2: Liebe und Glück – Macht der Liebe
    Vortrag: Robert Pfaller

    14:00–15:00 Uhr Vortrag 3: Liebe und Kollektivität – Kraft der Affekte
    Vortrag: Peter Trawny
    15:30–17:00 Uhr Panel: Affektive Freiheiten – Freiheit der Affekte
    Mitwirkende: Barbara Vinken, Robert Pfaller, Peter Trawny

    Fotos

    © Ben Wiesenfarth
  • Cottbus, BLMK - Ausstellung - 27.08. - 05.11.2023

    Veranstaltungstext

    William Engelen: »Falten für Perkussion«

    Datum: 27.08. – 05.11.
    Ausstellungseröffnung: 27.08., Sonntag, 11:00 – 13:00 mit Konzert
    Öffnungszeiten: Danach jeweils Dienstag – Sonntag, 11:00 – 19:00
    Ort: Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst, Dieselkraftwerk, Cottbus
    Sparte: Ausstellung

    Die Installation von William Engelen zeigt rätselhaft anmutende Partituren, verschieden gefaltete Papiere auf im gesamten Raum verteilten Notenständern. In der Tat sind die Faltungen skulpturale Verdichtungen musikalischer Ereignisse. Ihnen entsprechend ergeben sich unterschiedliche Phasen von Stille und Klang. Bei den Papieren handelt es sich um Niederschriften einer Komposition für Perkussionist:innen – oder eher um ihren materiellen Ausdruck. Gedacht sind sie für Instrumente wie Triangel und Trommel, aber  auch für Waschbretter und Ölkanister. Auf den Blättern notierte der Künstler zunächst eine Zeitachse, die durch die anschließenden Faltungen teilweise verdeckt wurde. Auf die noch sichtbaren Bereiche zeichnete er Notenlinien; sie markieren die Zeiträume, in denen Klang zu hören sein soll. Die für den musikalischen Laien kaum deutbaren Partituren werden durch Musiker:innen zum Klingen gebracht. Sie reagieren dabei auch auf den Raum und auf sich verändernde Elemente wie Lichteinfall und Schattenwurf. Das Zusammenspiel von Regeln, Notation und Zufall schafft eine beeindruckende Komposition.

    In Kooperation mit der Schenkung Sammlung Hoffmann, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, der Sammlung Hoffmann, Berlin und dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst

    Fotos

    © Pawel Sosnowski
  • Cottbus, BLMK - Ausstellungsgespräch - 03.09.2023

    Veranstaltungstext

    Ausstellungsgespräch: William Engelens »Falten für Perkussion«

    Datum: 03.09.
    Zeit: 11:00 Uhr
    Ort: Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst, Dieselkraftwerk, Cottbus
    Sparte: Ausstellung

    Die im Jahr 2023 aus der Taufe gehobene Gesprächsreihe »Dialoge« ist ein Kunstvermittlungsprojekt des Fördervereins Landesmuseum für moderne Kunst im Dieselkraftwerk, das erstmals im Rahmen des Lausitz Festivals stattfindet. Auf dem Podium werden Persönlichkeiten aus der Lausitz und darüber hinaus dem Publikum unter anderem die Installation »Falten für Perkussion« von William Engelen näherbringen, die zwischen dem 27.08.23 und dem 05.11.23 im Dieselkraftwerk gezeigt wird.

    In Kooperation mit der Schenkung Sammlung Hoffmann, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, der Sammlung Hoffmann, Berlin, dem Brandenburgischen Landesmuseum für moderne Kunst und dem Förderverein Landesmuseum für moderne Kunst im  Dieselkraftwerk

    Fotos

    © Pawel Sosnowski
  • Cottbus, Evangelischen Gymnasium - Literatur - 04.07.2023

    Veranstaltungstext

    Literaturmatinee: »Der Großinquisitor«

    Datum: 24.07.
    Zeit: 10:00 - 12:00 Uhr
    Ort: Evangelisches Gymnasium Cottbus
    Sparte: Literatur

    Bedeutet Freiheit des Glaubens und durch den Glauben eine religiöse und moralische Überforderung des einzelnen Menschen? Führt allzu große Freiheit ein politisches Gemeinwesen in die Selbstzerstörung? Was geschieht, wenn sich der Mensch zu der ihm aufgegebenen Freiheit nicht fähig erweist oder sie nur destruktiv nutzen kann? Dann treten die Wächter der Ordnung auf den Plan. Im fünften Kapitel des letzten großen Romans von Fjodor M. Dostojewski »Die Brüder Karamasow« ist es der Großinquisitor, der Jesus verhört, als dieser zur Zeit der spanischen Inquisition unter die Menschen zurückgekehrt ist… Dostojewskis modellhafte Geschichte, die auch in Bernd Alois Zimmermanns »Ekklesiastischer Aktion« einen wesentlichen inhaltlichen Akzent setzt, erweist sich als aktueller denn je.

    Mitwirkende: Hans-Jürgen Schatz (Lesung)

    Fotos

    © Sascha Funke
  • Cottbus, Filmtheater Weltspiegel - Konzert - 30.08.2023

    Veranstaltungstext

    Kaushiki Chakraborty: »Indische Diven«

    Datum: 30.08.
    Zeit: 19:30 Uhr
    Ort: Filmtheater Weltspiegel, Cottbus
    Sparte: Konzert

    Kaushiki Chakraborty gilt als eine der bekanntesten und meisterhaftesten Interpretinnen des klassischen indischen Gesangs. Auftritte Chakrabortys in der Carnegie Hall in New York  oder in der Milton Court Concert Hall in London sowie die Verleihung des BBC Radio 3  Awards for World Music an die Sängerin zeugen von ihrer Strahlkraft auch weit über die Grenzen Indiens hinaus. Mit ihrem neuen Programm »Remembering the Divas« würdigt sie das Schaffen indischer Sängerinnen der vergangenen 150 Jahre wie Angelina Yeoward, Begum Akhtar oder M. S. Subbulakshmi und hebt ihre Rolle in der Entwicklung der Gesellschaft ihres Heimatlandes hervor.

    Mitwirkende: Kaushiki Chakraborty (Gesang), Ojas Adhiya (Tabla), Murad Ali (Sarangi), Anay Gadgil (Keyboard), Sanjoy Das (Gitarre), Aditya Oke (Harmonium), Sanjana Nene (Tanpura)

    Fotos

    © Kaushiki Chakraborty
  • Cottbus, Filmtheater Weltspiegel - Konzert - 05.09.2023

    Veranstaltungstext

    Roomful of Teeth: »Vocal Fusion«

    Datum: 05.09.
    Zeit: 19:30 Uhr
    Ort: Filmtheater Weltspiegel, Cottbus
    Sparte: Konzert

    Die Erweiterung des Ausdruckspotenzials der menschlichen Stimme ist die künstlerische Absicht des Grammy-prämierten US-amerikanischen Vokalensembles. Durch das Studium der Gesangstraditionen vieler Kulturen erweitern die Sänger:innen kontinuierlich ihr  Vokabular an Gesangstechniken. Sie lernen bei Meister:innen der georgischen Polyphonie, des Hindustani, des Gesangs der Inuit, des tuwinischen Kehlkopfgesangs, der persischen Klassik, aber auch des Heavy Metal und der Kunst des Jodelns. Ihre so erarbeiteten stimmlichen Mittel kennen nahezu keine Beschränkungen, und das Repertoire des Ensembles ist in jeder Hinsicht grenzüberschreitend. Roomful of Teeth geben weltweit Konzerte der Extraklasse – atmosphärisch und zart, experimentell und wild bewegt, exotisch und rhythmisch komplex – ganz den jeweils interpretierten Werken entsprechend.

    Mitwirkende: Roomful of Teeth (Vokalensemble)

    Fotos

    © Roomful of Teeth
  • Cottbus, Gladhouse - Konzert - 09.09.2023

    Veranstaltungstext

    Die Lausitz trommelt

    Datum: 09.09.
    Zeit: 12:00 Uhr
    Ort: Gladhouse Cottbus
    Sparte: Konzert

    Mit einem großen Schlagzeug- und Perkussionstag ermutigt das Lausitz Festival gemeinsam mit dem Gladhouse in Cottbus, dem ZPOP (Zentrum für Popularmusik Brandenburg) und weiteren Partnern zum gemeinsamen Musikmachen. Höhepunkt des für Schlagzeug und Perkussion konzipierten Programms ist ein Konzert im Saal des  Gladhouse.

    15:00 Uhr - verschiedene Workshops zum Trommeln (Anmeldung erforderlich)

    18:00 Uhr - Highlight - 30 Drumsets spielen mit der Band »Dusk plays Nirvana« unter dem Motto »Smells like teen spirit« (Anmeldung erforderlich)

    20:00 Uhr - Konzert - DUSK PLAYS NIRVANA

    In Kooperation mit dem Gladhouse Cottbus und dem Zentrum für Popularmusik Brandenburg

    Fotos

    © Ben Wiesenfarth
  • Cottbus, Großes Haus Staatstheater - Konzert - 29.08.2023

    Veranstaltungstext

    Weltenwanderer Piotr Anderszewski

    Datum: 29.08.
    Zeit: 19:30 Uhr
    Ort: Großes Haus, Staatstheater Cottbus
    Sparte: Konzert

    Er ist ein Wanderer zwischen Welten – im Hinblick auf die musikalischen wie die der Länder und Menschen. Der bedeutende polnische Pianist Piotr Anderszewski war zuletzt mit einem grenzüberschreitenden Wandelkonzert in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec beim Lausitz Festival zu Gast und bewegte das Publikum mit der nuancierten emotionalen Kraft seiner Interpretationen. In diesem Jahr kehrt er zurück, um die Grenzen zwischen Polyphonie und Atonalität auszuloten. Mit Johann Sebastian Bachs Partita Nr. 6, Béla Bartóks Bagatelles, Karol Szymanowskis Mazurken op. 50 und Anton Weberns Variationen meistert er einen Grenzgang der besonderen Art.

    Mitwirkende: Piotr Anderszewski (Klavier)

    Fotos

    © Simon Fowler
  • Cottbus, Hangar 1 - Musiktheater - 25.08.2023

    Veranstaltungstext

    Eröffnungsaktion: Verdi – Zimmermann

    Datum: Fr. 25.08.
    Zeit: 19:30 Uhr
    Ort: Hangar 1, Cottbus
    Sparte: Musiktheater

    Das Festival wird dieses Jahr mit einem künstlerischen Ereignis eröffnet, das Giuseppe Verdis »Quattro pezzi sacri« (1887–1897) mit der »Ekklesiastischen Aktion« (1970) von Bernd Alois Zimmermann in der Regie von Luk Perceval auf eindringliche Weise verknüpft.

    Zimmermann vollendete sein letztes Werk, das eigentlich den Titel »Ich wandte mich und sah an alles Unrecht, das geschah unter der Sonne« trägt, nur fünf Tage vor seinem Suizid. Es kombiniert biblische Verse aus dem 4. Kapitel Prediger mit Passagen der berühmten Großinquisitor-Legende aus Fjodor Dostojewskis Roman »Die Brüder Karamasow« und verkettet so im Wechsel von Singen und Sprechen Themen um Unrecht, Mühe und  Einsamkeit mit Fragen nach der Unterdrückung und der Fähigkeit des Menschen zur  Freiheit.

    In Verdis vier geistlichen Stücken hingegen treffen lateinische Worte der katholischen Liturgie auf italienische Verse Dantes – zwischen A-cappella-Frauenchören und vierstimmig gemischten Chören mit großem Orchester. Dabei löst sich im »Te Deum« eine  Sopranstimme aus dem Chor heraus – Verdi wollte hier explizit keine Diva, sondern eine  Choristin: »Das ist die Menschheit, die Angst vor der Hölle hat.« Hinter das abschließende, zuversichtliche »In te speravi« (»Auf dich habe ich meine Hoffnung gesetzt«) im Fortissimo-Aufschwung platziert der Komponist mit spitzer Feder ein im Verklingen vernehmbares  Fragezeichen. Das damit aufgeworfene Problem wird in der »Ekklesiastischen Aktion«  verhandelt.

    Mitwirkende: Luk Perceval (Regie), Sylvain Cambreling (Dirigent), N.N. (Bariton), Rainer Süßmilch (Sprecher), Dresdner Philharmonie, Tschechischer Philharmonischer Chor Brno,  Petr Fiala (Choreinstudierung), Philip Bußmann (Bühne/Raum), Mark Van Denesse (Licht), Jannes Noorman (Ton), Karol Nepelski (Live-Vertonung)

    Fotos

    © Ben Wiesenfarth
  • Cunewalde, Dorfkirche - Konzert - 08.09.2023

    Veranstaltungstext

    Tenebrae: »Path of Miracles«

    Datum: 08.09.
    Zeit: 19:30 Uhr
    Ort: Dorfkirche Cunewalde
    Sparte: Konzert

    »Path of Miracles« gilt seit seiner Uraufführung im Jahr 2005 als Meisterwerk der modernen Chorliteratur. Joby Talbots episches Werk entstand unter dem persönlichen Eindruck einer  Wallfahrt zum Schrein des Heiligen Jakobus in der Kathedrale von Santiago de  Compostela. Neben dem religiösen Erlebnis stehen die Erinnerungen an die beschwerliche Reise und die gewonnenen Eindrücke und Erkenntnisse im Fokus. Talbots viersätzige  Komposition für Chor, von Tenebrae uraufgeführt, macht den Pilgerweg vor allem als  kollektive Erfahrung erlebbar, die Pilgernde seit Jahrhunderten verbindet und zu einer »communitas« formt. Nach zahlreichen Aufführungen in Kirchen und Kathedralen auf der ganzen Welt – von den USA bis nach Australien – kommt Tenebrae mit »Path of Miracles« erstmals in die Lausitz.

    Mitwirkende: Tenebrae (Chor), Nigel Short (Dirigent)

    Fotos

    © Sim Canetty-Clarke
  • Cunewalde, Dorfkirche - Konzert - 10.09.2023

    Veranstaltungstext

    Abschlusskonzert:
    Gipfelstürmer Maxim Vengerov mit Polina Osetinskaya

    Datum: 10.09.
    Zeit: 18:30 Uhr
    Ort: Dorfkirche Cunewalde
    Sparte: Konzert

    Maxim Vengerov ist einer der bekanntesten Geigenvirtuosen unserer Zeit, der mit seiner Brillanz und Könnerschaft die höchsten Gipfel seiner Zunft erklimmt. Als Solist tritt er mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem London Symphony Orchestra, den New Yorker Philharmonikern oder dem Chicago Symphony Orchestra auf und betätigt sich zunehmend auch als Dirigent und Pädagoge. In die Lausitz kommt er mit seiner  Klavierpartnerin Polina Osetinskaya; gemeinsam mit ihr spannt er einen jahrhundertübergreifenden Bogen von Clara und Robert Schumann über Johannes Brahms bis hin zu Sergei Prokofjew.

    Mitwirkende: Maxim Vengerov (Violine), Polina Osetinskaya (Klavier)

    In Kooperation mit der Gemeinde Cunewalde

    Fotos

    © Diago Mariotta Mendez, Evgeny Evtyukhov
  • Doberlug-Kirchhain, Atelier Werenzhain - Ausstellung - 03.09. - 29.10.2023

    Veranstaltungstext

    »Vertraute Fremde« Bilder der 1. Lausitzer Fototage

    Datum: 03.09. - 29.10.
    Ausstellungseröffnung: Sonntag 03.09., 15:00
    Öffnungszeiten: jeweils Samstag 14:00 – 18:00 und Sonntag 11:00 – 18:00
    Ort: Atelierhof Werenzhain, Doberlug-Kirchhain
    Sparte: Ausstellung

    2022 starteten die 1. Lausitzer Fototage als Pilotprojekt für regelmäßig stattfindende fotografische Symposien in der Lausitz. Dazu kamen einerseits erfahrene und prominente, andererseits junge, Fotograf:innen in die Lausitz, um hier eine gewisse Zeit lang zu arbeiten. In den dabei entstandenen Bildern entdeckten sie, teilweise mit dem unvoreingenommenen Blick Außenstehender, die Region, ihre Besonderheiten, Alltäglichkeiten und leisen  Schönheiten.

    Das gemeinsame Arbeiten in der Lausitz, mit Fotograf:innen in und aus der Region, ist  fester Bestandteil des Symposiums und fordert alle Seiten zu Perspektivwechseln und  genauem Hinsehen heraus – auf eine Region, die von einer großen Vielfalt geprägt und  ständigem Wandel unterworfen ist. Die 1. Lausitzer Fototage wurden kuratiert von Gabriele Muschter, Herbert Schirmer und Uwe Warnke. Sie arbeiten eng zusammen mit dem  Förderverein Lieberose e. V. und der Kulturstiftung Haus Europa. Das Zentrum der Fototage
    ist Lieberose.

    In Kooperation mit der Kulturstiftung Haus Europa und dem Atelierhof Werenzhain e. V.

    Fotos

    © Ben Wiesenfarth
  • Domsdorf, Brikettfabrik Louise - Jazz - 27.08.2023

    Veranstaltungstext

    Kongeniale Partner: Jazz-Duo Wollny & Parisien

    Datum: 27.08.
    Zeit: 18:30 Uhr
    Ort: Brikettfabrik Louise, Domsdorf
    Sparte: Jazz

    Zwei Meister ihres Fachs treffen aufeinander: Michael Wollny und Émile Parisien. Das kongeniale Zusammenspiel des deutschen Pianisten und des französischen Saxophonisten fasziniert und berauscht gleichermaßen. In der Welt des Jazz haben sie längst ihren festen Platz erobert – als Duo arbeiten sie aktuell an ihrem ersten gemeinsamen Album. Beim  Lausitz Festival eröffnen sie die diesjährige Jazzreihe und stehen auf derselben Bühne wie bereits Cécile McLorin Salvant und das Omer Klein Trio. Im architektonisch fesselnden und zugleich relaxten Ambiente des Technischen Denkmals Brikettfabrik Louise erfährt eine noch junge Jazztradition ihre Fortführung.

    Mitwirkende: Michael Wollny (Klavier), Émile Parisien (Saxophon)

    In Kooperation mit der Brikettfabrik Louise

    Fotos

    © Samuel Kirszenbaum, Jörg Steinmetz
  • Domsdorf, Brikettfabrik Louise - Jazz - 03.09.2023

    Veranstaltungstext

    Latin Jazz par excellence: Michel Camilo

    Datum: 03.09.
    Zeit: 18:30 Uhr
    Ort: Brikettfabrik Louise, Domsdorf
    Sparte: Jazz

    Er verkörpert den Latin Jazz wie kaum ein anderer: Der mehrfache Grammy-Preisträger  Michel Camilo, geboren und aufgewachsen in der Dominikanischen Republik, hat in den letzten Jahrzehnten die US-amerikanische Jazz-Szene maßgeblich geprägt. Seine  packenden wie mitreißenden rhythmischen Improvisationen zeichnen sein Spiel aus, das von einer selten erreichten Meisterschaft ist. Die Bühne teilt(e) er mit Musikern wie Michel  Petrucciani, Herbie Hancock und den Brecker Brothers. Mit seinem Trio hat er viel  beachtete Konzerte und Alben (ein)gespielt – und er tritt regelmäßig im berühmten Blue  Note Jazz Club in New York auf.

    Mitwirkende: Michel Camilo (Klavier)

    In Kooperation mit der Brikettfabrik Louise

    Fotos

    © Frankie Celenza
  • Finsterwalde, Kulturweberei - Jazz - 08.09.2023

    Veranstaltungstext

    Big Band meets Kurt Rosenwinkel

    Datum: 08.09.
    Zeit: 19:30 Uhr
    Ort: Kulturweberei, Finsterwalde
    Sparte: Jazz

    Mit dem portugiesischen Orquestra Jazz de Matosinhos wird erstmals eine Big Band im Rahmen des Lausitz Festivals in Erscheinung treten, die den Facettenreichtum dieser  klassischen Formation des Jazz aufzeigt. Der filigrane Sound der Big Band aus Porto wird sich bei ihrem Auftritt verbinden mit der Virtuosität des US-amerikanischen Gitarristen Kurt Rosenwinkel, aus dessen Feder auch die Musik für das Konzert stammt.

    Mitwirkende: Kurt Rosenwinkel (Gitarre), Orquestra Jazz de Matosinhos (Big Band), Pedro  Martins (Gitarre)

    Fotos

    © Pedro Lobo
  • Görlitz, Aula, Berufliches Schulzentrum Christoph Lüders - Konzert - 10.09.2023

    Veranstaltungstext

    Werkstattprobe und Vortrag: Robert Schumanns »Das Paradies und die Peri«

    Datum: 10.09.
    Zeit: 11:00 Uhr
    Ort: Berufliches Schulzentrum Christoph Lüders, Görlitz
    Sparte: Konzert

    Das diesjährige Inspirationswort »Hereinforderung« wird hier mehrfach umspielt: In Schumanns Oratorium »Das Paradies und die Peri« (1843) versucht die sündige Peri, beflügeltes Kind eines Engels und einer Irdischen, ins Paradies zurückzukehren, und muss dafür des Himmels liebste Gabe darbringen. Ihre Reise führt sie ins kriegsversehrte Indien, ins pestverseuchte Ägypten und nach Syrien, wo sie schließlich von einem Verbrecher diese Gabe erhält: die Tränen eines Bereuenden. In einem reich bebilderten Vortrag spürt  Alexander Meier-Dörzenbach der damaligen Freude am Exotismus und dem Wunsch nach Erlösung nach und stellt das Werk in einen kulturhistorischen Kontext. In der  anschließenden Probe können dann die Spuren hörend verfolgt und so hautnah die musikalische Arbeit erlebt werden.

    Mitwirkende: Sylvain Cambreling (Dirigent), Alexander Meier-Dörzenbach (Vortrag), EuropaChorAkademie Görlitz, Orchesterakademie der Symphoniker Hamburg

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    © Laura Jankowski
  • Görlitz, Camillo-Kino - Film - 01.09.2023

    Veranstaltungstext

    Fortgesetzt:
    Sommer.Film.Akademie trifft Lausitz Festival

    Datum: 01.09.
    Zeit: 19:30 Uhr
    Ort: Camillo-Kino, Görlitz
    Sparte: Film

    Auch in diesem Jahr trifft das Lausitz Festival wieder auf die Sommer.Film.Akademie, die im Juli junge Filmschaffende aus aller Welt nach Görlitz lockt, um in der Europastadt und ihrer Umgebung Filme über die Lausitz zu drehen. Die Kurzfilme, die regionalspezifische Themen aufgreifen, werfen so einen Außenblick auf die Lausitz und ihre Menschen. Mit der  öffentlichen Präsentation der Arbeiten der jungen Filmenthusiast:innen feiern gleich mehrere Werke ihre Weltpremiere auf der Kinoleinwand.

    In Kooperation mit der Sommer.Film.Akademie Görlitz/Zgorzelec

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    © Rainer Weisflog
  • Görlitz, Kulturforum Görlitzer Synagoge - Konzert - 09.09.2023

    Veranstaltungstext

    Hineni: »Hier bin ich«

    Datum: 09.09.
    Zeit: 19:30 Uhr
    Ort: Kulturforum Görlitzer Synagoge
    Sparte: Konzert

    »Hineni« (»Hier bin ich« / »Ich bin bereit«) – sowohl Abrahams als auch Moses’ biblische Antwort auf den jeweils an sie gerichteten Ruf Gottes – ist ein Synonym für die innerlich empfundene und tätige Bereitschaft geworden, eine Pflicht als solche anzuerkennen und sie, alle Konsequenzen in Kauf nehmend, umzusetzen. Die in der sogenannten Reichspogromnacht 1938 beinahe unversehrt gebliebene Synagoge in Görlitz soll in diesem Kontext Ort eines besonderen Konzerts werden. Den eigens für den Abend erstellten  Bearbeitungen klassischen israelischen Liedguts, das von Hoffnung auf Freiheit, Streben  nach Würde und Sehnsucht nach Liebe handelt, werden europäische frühbarocke Choräle auf hebräische Gebetstexte, vor allem von Salomone Rossi, gegenübergestellt.

    Der Zusammenprall von Idealen und politischer Wirklichkeit, der auch als  Spannungsverhältnis zwischen religiöser und politischer Aktion beschrieben werden kann, ist gleichsam ein Leitmotiv des diesjährigen Lausitz Festivals. Beide Ebenen des Konzerts finden im gemeinsamen Objekt der Sehnsucht, das zwischen Irdischem und Himmlischem, zwischen Ideal und Wirklichkeit oszilliert, zusammen: Jerusalem.

    Mitwirkende: Alma Sadé (Sopran), Thomas Moked (Gitarre, Oud), Haggai Cohen-Milo (Bass), Susanne Barner (Flöte), James Scannell (Klarinette, Bassklarinette, Bassflöte), János Wollenweber (Oboe, Englischhorn), Alberto Valladolid (Fagott), Merav Goldman (Horn),  Amarcord (Vokalensemble)

    In Kooperation mit dem Kulturforum Görlitzer Synagoge

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    © Pawel Sosnowski
  • Görlitz, Kunsthalle - Literatur - 07.09.2023

    Veranstaltungstext

    »Von zweien, die auszogen,...«: Szenische Lesung

    Datum: 29.08.
    Zeit: 19:30 Uhr
    Ort: Kunsthalle Görlitz
    Sparte: Literatur

    Präsentation des Ephraim-Projekts 2022/2023.

    Von Berlin aus sind sie gestartet, zwei Studenten des Studiengangs Szenisches Schreiben an der Universität der Künste: Anton Dudda und Maximilian Rummel. Unerschrocken  bereisten sie die Lausitz, gruben sich in die Tiefe der Regionalgeschichte, gewannen  während einer Ballonfahrt den Draufblick auf die Region und ließen sich zu zwei im  wahrsten Sinne des Wortes fantastischen Theatertexten inspirieren.

    Anton August Dudda: »Hotel Lausitz«
    Paul, ein in der Großstadt gescheiterter Privatdetektiv, hat sich in die Lausitz zurückgezogen. Hier in der Provinz betreibt er Feldforschung, um auf Schriftsteller umzusatteln. Aber in der zunehmend von dichtem Nebel verschluckten Kleinstadt  verschwinden die Menschen, keiner weiß, wohin. Paul muss tätig werden.

    Maximilian Rummel: »Skia« (AT)
    Zwei Kartografen vermessen Bergbaulöcher zur Planung eines neuen Freizeitparadieses. Im Zuge des Austausches von Gesteinsschichten scheinen sich Zeiten und Epochen  ineinander zu verschieben. Anders ist es nicht zu erklären, dass zwei barocke Adlige mit  Messkarren im Auftrag Augusts des Starken durch Sachsen ziehen. Doppelgänger stiften  Verwirrung, und das Gespräch mit einer Toten ist kein Grund, sich zu wundern.

    Mitwirkende: Schauspieler:innen vom Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau

    Spielleitung: Lukas Schädler und Maximilian Pellert

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    © Pawel Sosnowski
  • Görlitz, Werk 1, Rabryka - Literatur - 03.09.2023

    Veranstaltungstext

    »Sei gegrüßt und lebe«: Brigitte Reimann und Christa Wolf – Eine Freundschaft in Briefen 1963–1973

    Datum: 03.09.
    Zeit: 18:30 Uhr
    Ort: Werk 1, Rabryka, Görlitz
    Sparte: Literatur

    »Wenn wir Beitritts-Bürger ein Kultbuch bräuchten, hier hätten wir es«, behauptete der Schriftsteller Fritz Rudolf Fries– nach dem ersten Erscheinen des Briefwechsels 1995– in der »Weltbühne«. Das Buch offenbart das Leben zweier ungewöhnlicher Frauen, die trotz ihrer unterschiedlichen Lebensauffassungen um ihr persönliches Glück ringen, aber auch um ihr Selbstverständnis als Schriftstellerinnen. Beide wollen dem Ideal von einer  gerechteren Gesellschaft nicht abschwören, ungeachtet aller Dogmen und Zwänge. Sie behaupten sich mit Würde und Humor, mitunter auch verzweifelt, gegen Kritik und  Anfeindungen. Sie teilen Ehe- und Alltagssorgen, kommentieren den real existierenden  Literaturbetrieb und stellen sich den harten politischen Auseinandersetzungen – mit Mut  und bei vollem Risiko. Auf schwesterliche Weise begleitet die ältere und etabliertere Christa ihre lebensgierige, anarchische und schließlich vom Tode gezeichnete Freundin Brigitte bis zu ihrem frühen Tod.

    Mitwirkende: Fanny Staffa (Lesung) und Christine Hoppe (Lesung)

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    © bpk-Bildagentur
  • Herrnhut, Kirchsaal der ev. Brüdergemeine - Konzert - 28.08.2023

    Veranstaltungstext

    »Dichterliebe« mit Martha Argerich und Stéphane Degout

    Datum: 28.08.
    Zeit: 19:30 Uhr
    Ort: Kirchensaal der Ev. Brüdergemeine Herrnhut
    Sparte: Konzert

    Olivier Messiaens »Visions de l’Amen« (1943) ist ein klanglich in den Bann ziehendes, tief spirituelles Werk, das um das »Amen« und dessen Bedeutungen kreist. Interpretiert von  Jean-Baptiste Fonlupt und Akane Sakai, erklingt die Komposition für zwei Klaviere im ersten Teil des Abends. Der gleichsam unromantische, tief empfundene Liederzyklus »Dichterliebe«
    (1840) aus der Feder Robert Schumanns – entstanden im Jahr seiner Hochzeit mit Clara – bildet den zweiten Teil des Abends. Martha Argerich wird ihn mit der ihr ureigenen  Meisterschaft ausgestalten – die musikalische Ausdeutung der dem Zyklus zugrunde liegenden Gedichte Heinrich Heines obliegt dem international gefeierten Bariton Stéphane Degout, der als Opern- wie als Liedsänger die Bühnen beherrscht. 

    Mitwirkende: Stéphane Degout (Bariton), Martha Argerich (Klavier), Jean-Baptiste Fonlupt (Klavier), Akane Sakai (Klavier)

    In Kooperation mit der Evangelischen Brüdergemeine Herrnhut

    Fotos

    © Adriano Heitman
  • Hoyerswerda, Kulturfabrik - Konzert - 31.08.2023

    Veranstaltungstext

    Simply Quartet spielt sorbische Werke

    Datum: 31.08.
    Zeit: 19:30 Uhr
    Ort: Kulturfabrik Hoyerwerda
    Sparte: Konzert

    Das international erfolgreich aufstrebende Simply Quartet widmet sich in einem programmatischen Konzert der Schaffenskraft der Lausitz: Es spielt erstmals Werke sorbischer Komponisten wie Jan Paul Nagel und Bjarnat Krawc, die von der Landschaft und den Tänzen ihrer Heimat inspiriert sind– und reichert sie mit György Ligetis  Streichquartett Nr. 1 sowie Antonín Dvořáks Streichquartett Nr. 13 an. Die jungen  Musiker:innen des Streichquartetts sind auf den großen Konzertbühnen wie der Wigmore Hall in London, der Elbphilharmonie in Hamburg oder dem Musikverein Wien zu Hause,  befassen sich mit den musikalischen Traditionen ihrer Heimatländer China, Norwegen und Österreich und sind stets offen für neue Impulse – so auch aus der Lausitz.

    Mitwirkende: Danfeng Shen (Violine), Antonia Rankersberger (Violine), Xiang Lyu (Viola), Ivan Valentin Hollup Roald (Violoncello)

    Fotos

    © Cristina Ferri
  • Senftenberg, neue Bühne - Musiktheater - 06.09.2023

    Veranstaltungstext

    »Julie« – Kammeroper von Philippe Boesmans nach August Strindberg

    Datum: 06.09.
    Folgeveranstaltungen: 07.09., Donnerstag / 08.09., Freitag
    Zeit: 19:30 Uhr
    Ort: neue Bühne Senftenberg
    Sparte: Musiktheater

    Die zwölf Szenen der Kammeroper »Julie« von Philippe Boesmans (2005) basieren auf  Strindbergs gesellschaftskritischem Trauerspiel »Fräulein Julie« (1888), das anhand der  jungen Adligen Julie und dem Diener Jean sich verändernde Verhältnisse von Macht und  Freiheit, von Lust und Liebe, von Mann/Frau und dem sozialen Darwinismus auslotet.  Sowohl im Drama als auch in der Oper entwickelt sich aus einem koketten Tanz eine  folgenreiche Liebesnacht; am Morgen danach wechselt in der Küche – dem Arbeitsplatz  von Jeans Verlobter Christine – das Kräfteverhältnis zwischen den drei Personen. Das für  die Oper auf Deutsch verfasste Libretto von Luc Bondy und Marie-Louise Bischofberger lässt diskursive Gedanken zu, ohne die Narrativität der Geschichte zu sprengen.

    Der im letzten Jahr verstorbene belgische Komponist Philippe Boesmans hat für »Julie« eine intime Besetzung von nicht einmal 20 Orchestermusiker:innen vorgesehen, die es  erlaubt, ein zart changierendes Klangnetz zu spannen, dem gerade mit Harfe und Celesta eine irisierende Farbigkeit eingewoben ist. So können auch das Nicht-Ausgesprochene und das Unsagbare klanglich Gestalt annehmen. Mit spannendem zeitgenössischem Zugriff  verbindet die Regisseurin Anna Bergmann das späte 19. Jahrhundert mit unserer  Gegenwart.

    Mitwirkende: Sylvain Cambreling (Dirigent), Christel Loetzsch (Julie), Jóhann Kristinsson  (Jean), Katrien Baerts (Christine), Anna Bergmann (Regie, Bühne), Lugh Amber Wittig  (Kostüme, Bühne, Licht), Yaron Löwenberg (Schauspiel), Symphoniker Hamburg

    In Kooperation mit der Opera Ballet Vlaanderen und der neuen Bühne Senftenberg

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    © Marcel Schröder
  • Weißwasser, Danner-Halle TELUX Gelände - Tanz - 02.09.2023

    Veranstaltungstext

    »Gletscher« – Uraufführung

    Datum: 02.09.
    Folgeveranstaltungen: 03.09., Sonntag / 05.09., Dienstag
    Zeit: 19:30 Uhr
    Ort: Danner-Halle, Telux-Gelände, Weißwasser/O.L.
    Sparte: Tanz

    »Am Anfang war die Endmoräne. Und Gott kam in Gestalt eines riesigen Gletschers und faltete die Erde auf und offenbarte dem Land die Schätze des Bodens. Und er zog sich zurück und überließ diese Landschaft am Mittelpunkt der Welt den Geistern und den Helden …«

    Für ihr MusikTanzTheater bringen der israelische Komponist Haggai Cohen-Milo und die französische Choreografin Margaux Marielle-Tréhoüart Musiker:innen, Sänger:innen und Tänzer:innen aus aller Welt in die Lausitz. In der riesigen, leer stehenden Danner-Halle auf  dem Telux-Gelände in Weißwasser entfesseln die jungen Künstler:innen jene Kräfte neu, mit denen hier einst Glas für die Welt hergestellt wurde. Ihr Spiel ist ein Kraftwerk der Rohstoffe, Elemente und Energien – ein Wir der Möglichkeiten. Cohen-Milo, Marielle-Tréhoüart und ihr Ensemble entwickeln ihr Stück vor Ort und spüren in ihrer Arbeit dem Puls der Region nach. E-Gitarre, Bass, Schlagzeug, Synthesizer und Gesang entfalten daraus eine hoch rhythmische, texturreiche und melodieverzauberte Musik, die mit den bewegt-bewegenden Körpern, dem tanzenden Licht und den Wahrnehmungen des Publikums verschmilzt.

    Geister und Helden erscheinen mitsamt ihren Mythen, Legenden, Halbwahrheiten, Lügen und Hochstapeleien. Die Aufführung wird zur Kartografie ihrer unvollkommenen Geschichte, erhofften Heimaten, zurückgelassenen Träumen, aufgefressenen und auffressenden  Landschaften. Und zugleich erspielen die Darsteller:innen eine neue Form der  Wertschöpfung: Aus der Freiheit von Veränderung wird die Freiheit zur Veränderung.

    Mit Wendezeiten und Zeitenwenden kennt man sich hier in der Lausitz nämlich schon lange aus. Und so ist »Gletscher« eine laute, exzessive und bunte Feier der Verwandlungen. Und sollte der Boden unter unseren Füßen nicht überall gleich sein, so sind wir vielleicht überall unter einem gleichen Himmel.

    In Kooperation mit dem Soziokulturellen Zentrum Telux und Telux, Glasproducts & Components, Weißwasser/O.L.

    Fotos

    © Ben Wiesenfarth
  • Weißwasser/O.L., Lehrofen Telux-Gelände - Theater - 26.08.2023

    Veranstaltungstext

    Shakespeares »Kaufmann von Venedig«

    Datum: 26.08. – 17.09.
    Zeit: 19:30 Uhr
    Folgeveranstaltungen: Sonntag, 27.08. / Mittwoch, 30.08. / Donnerstag, 31.08.
    Ort: Lehrofen, Telux-Gelände, Weißwasser/O.L.
    Sparte: Theater

    William Shakespeares »Der Kaufmann von Venedig« sieht eigentlich über 20 Figuren und mehrere Handlungsstränge vor, doch konzentriert sich die hier gespielte Kammerfassung in der Regie von Stefan Pucher auf ein Minimum an Agierenden, deren vernichtende  Auseinandersetzung Fragen provoziert nach dem Maß und dem Wert der Dinge.

    Venedig ist der Markt, und dort wird nach allen Regeln der Kunst – vielmehr des Kommerzes – gehandelt. Der erfolgreiche Kaufmann und Schiffseigner Antonio, der qua Gesetz auf Zinsgeschäfte reduzierte jüdische Kaufmann Shylock und die aus Illyrien  kommende unabhängige Portia sind in einen zunehmend drastischen Kampf involviert. Die  Diskussion um den ungewöhnlichen Schuldschein, der dem jüdischen Kaufmann Shylock ein Pfund Fleisch aus Antonios Körper zusichert und der – je nach Interessenlage –  unterschiedlich interpretiert wird, sowie der folgende Richterspruch der als Mann  verkleideten und zur Instanz erhobenen Portia kreisen mehrschichtig um die Fragen nach Möglichkeit und Unmöglichkeit der Präsenz von transzendenten Werten unter den  Menschen. In einer Nebenhandlung wird das Problem von Glauben und Glück an die Weltwirklichkeit gebunden und eindringlich auf den Punkt gebracht, als Shylocks Tochter vom Judentum zum Christentum konvertiert ist und zu hören bekommt: »Dies  Christenmachen wird den Preis der Schweine steigern; wenn wir alle Schweinefleischesser werden, so ist in kurzem kein Schnittchen Speck in der Pfanne für Geld mehr zu haben.« Der Preis von Schweinespeck wird hier zum Maß der Dinge: Das Glück des Bauches will so über die Erlösung der Seele siegen und stellt damit ganze Systeme infrage – gerade an  einem Ort, der von ehemaliger Ding-Produktion zur kulturellen Begegnungsstätte wird.

    Mitwirkende: mit Samuel Weiss und Charlotte Engelkes /Schauspiel), Stefan Pucher (Regie und Bühne), Malte Ubenauf (Fassung und dramaturgische Mitarbeit), Lugh Amber Wittig (Bühne und Kostüme), Christopher Uhe (Musik)

    Fotos

    © Ben Wiesenfarth
  • Zittau, Gerhart-Hauptmann-Theater - Musiktheater - 01.09.2023

    Veranstaltungstext

    Stefan Zweig: »Die Welt von Gestern – Erinnerungen eines Europäers«

    Datum: 01.09.
    Zeit: 19:30 Uhr
    Ort: Gerhart-Hauptmann-Theater, Zittau
    Sparte: Musiktheater

    In seinem letzten, kurz vor seinem Freitod entstandenen autobiographischen Werk beschreibt Stefan Zweig die Kultur vor, zwischen und während der beiden Weltkriege.

    In einer Welt, die sukzessive alle Kompasse zu verlieren scheint, lotet Zweig dabei die Frage nach Relevanz und Wirksamkeit von im europäischen Kontext erwachsenen Werten aus. Er beleuchtet die Rolle der Kunst, die nicht nur den Einzelnen trösten kann, sondern auch die Hoffnung auf eine neue Wirklichkeit in sich trägt.

    Aus seinem Werk wird nicht nur gelesen und rezitiert, sondern Regisseur Yaron David Müller-Zach setzt einzelne Sequenzen auch kaleidoskopartig künstlerisch in Szene.  Angereichert mit Gedichtexzerpten von Kollegen wie Karl Kraus, Jura Soyfer und Emile  Verhaeren, Musikstücken der klassischen Moderne von unter anderem Richard Strauss, Arnold Schönberg und Viktor Ullmann sowie einigen zeitgenössischen Fragmenten, wird sich der Abend in einem sinnlich-narrativen Bogen auf die bis heute relevante Suche nach Sonnenhelligkeit in einer dunklen Welt begeben, denn – wie Zweig erkennt – »jeder  Schatten ist im letzten doch auch Kind des Lichts«.

    Mitwirkende: Yaron David Müller-Zach (Regie), Marius Zernatto (Schauspiel), Volker Hanisch (Sprecher), Talia Or (Sopran), Doriana Tchakarova (Klavier)

    Fotos

    © Marcel Schröder

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