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Gespräch

Lausitz Labor #3

Drei Tage Philosophie im Festival – Eintritt frei!

Tickets & Termine
© Design-Set: Diana Schackow

Über die Veranstaltung

Beginn

10:00 Uhr

Ende

15:45 Uhr

Das Lausitz Labor ist der angestammte Ort für Philosophie, Vorträge und Gespräche im Lausitz Festival. Über drei Tage hinweg lassen sich hochrangige Autor:innen und Philosoph:innen im Alten Stadthaus mitten in Cottbus von manchen Festivalerlebnissen inspirieren, um gemeinsam zu sprechen und weiter zu denken. In dieser Festival-Saison werden Produktionen wie Shakespeares »Hamlet« und »Symphonie der 100 Metronome« nach György Ligetis »Poème Symphonique« aufgegriffen –  sowie unser Inspirationswort 2026 geschöpferisch. 

Kommen Sie vorbei und teilen Sie ihre Gedanken und Perspektiven mit uns.

 

Kurator:innen-Team:  

Christoph Menke, Christiane Voss 
Lars Dreiucker, Fulvia Modica  

 

10:00–12:00 Uhr 

Zwischen Literatur und Philosophie: Hamlets Drama 

Die Geschichte Hamlets ist weltweit bekannt. Die »Rachetragödie« beginnt mit dem Auftrag an Hamlet, den Mord am eigenen Vater zu rächen. Das Drama von Hamlet liegt nicht in der bloßen Ausführung des Racheauftrags, sondern vielmehr in dem dadurch ausgelösten inneren Konflikt und der Unmöglichkeit, weder dem Auftrag noch sich selbst treu zu bleiben. Doch was wäre, wenn Hamlet sich anders entschieden hätte?  

Das Panel fragt nach den ästhetischen und politischen Dimensionen des Vergebens, die mit Macht, Subjektivität und Liebe verbunden sind. Darüber diskutieren die Literaturwissenschaftlerin und Shakespeare-Expertin Sybille Baumbach und die Philosophin Kathrin Busch, deren Arbeit sich an der Schnittstelle zwischen künstlerischer Forschung, Ästhetik und französischer Philosophie bewegt. 

 

Speaker:innen 

Sybille Baumbach, Literaturwissenschaftlerin  

Kathrin Busch, Philosophin 

 

13:00–14:15 Uhr 

Weitermachen! Nach der Schuld. 

Wo verlaufen die Grenzen unseres Handelns – und wann ist es gerechtfertigt, sie zu überschreiten? Jede Grenzüberschreitung kann neue Möglichkeiten eröffnen, aber auch destruktive Wirkungen entfalten. Daraus entstehen grundlegende Fragen, die mit der Gestaltung der Zukunft zusammenhängen. Wie geht eine Gesellschaft mit der Frage um, was nach der Schuld kommt? Welche Werte leiten uns, wenn wir über Vergangenheit und Zukunft nachdenken? Welche Verantwortung erwächst daraus für gesellschaftliches Handeln?  

Der mehrfach preisgekrönte Historiker Götz Aly mit seiner Expertise zur Geschichte des Nationalsozialismus bietet uns einen Einblick in die politischen, sozialen und kulturellen Umbrüche der Vor- und Nachkriegszeit in Ost- und Westdeutschland. Dabei widmet er sich der Frage, wie Gesellschaften nach tiefen historischen Bruchlinien neue Orientierung finden können. 

  

Speaker 

Götz Aly, Historiker
 
Lars Dreiucker, Lehrer 

  

14:30–15:45 Uhr 

Sociobiography as Critical Theory (Gespräch in englischer Sprache)  

Didier Eribon ist einer der einflussreichsten Denker unserer Zeit. In seinem politisch-autobiografischen Roman »Rückkehr nach Reims« zeigt der französische Philosoph und Soziologe, dass das Aufschreiben der eigenen Geschichte, der eigenen Vergangenheit, der eigenen Autobiografie ein Akt der Befreiung ist. Eribon erzählt nicht nur sein eigenes Leben, sondern das einer ganzen Gesellschaft: Die Geschichte eines jeden Individuums ist die Geschichte seiner Klasse, ihrer Ängste und Konflikte, der sozialen Welt, in der man aufwächst. 

Im Mittelpunkt dieser Podiumsdiskussion stehen der autobiografische Akt der Vergebung, der Barmherzigkeit und der Verzeihung – also die Selbstermächtigung und Emanzipation durch die eigene Stimme. 

 

Speaker 

Didier Eribon, Philosoph 

Christoph Menke, Philosoph 

   

Sonderangebot für Studierende 

Studierenden und Doktorand:innen, die nicht in Cottbus leben, bieten wir Unterkunft in Cottbus und Reisekosten für das gesamte Labor-Wochenende vom 29. bis 31. August. 

Meldet Euch dazu gern bei Fulvia Modica: f.modica@lausitz-festival.eu 

Eintritt frei 

© Jan Potente - Universität Stuttgart
Literaturwissenschaftlerin und Gast

Sybille Baumbach

Prof. Dr. Sibylle Baumbach ist Professorin für Englische Literaturen und Kulturen an der Universität Stuttgart. Ihre Forschung umfasst Schwerpunkte in der Frühen Neuzeit und der Literatur des 19.–21. Jahrhunderts mit einem aktuellen Fokus auf den Bereich Kognition und Literatur. Derzeit ist sie Präsidentin der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft und PI des ERC-Projekts »Literary Attention in Short Fiction«.

© freie Verwendung
Philosophin und Gast

Kathrin Busch

Prof. Dr. Kathrin Busch ist Professorin für Philosophie/Ästhetik an der Universität der Künste, Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der französischen Gegenwartsphilosophie, der Ästhetik und künstlerischen Forschung. Im Moment arbeitet sie vor allem zum Genre der Autotheoriefiktion und zu Figuren einer Philosophie der Schwäche. Letzte Veröffentlichung gemeinsam mit Christoph Brunner und Knut Ebeling: »Permeationen. Durchdringungen von künstlerischer Forschung und ästhetischer Theorie«, Leipzig 2025.

© Susanne Schleyer
Historiker
und Gast

Götz Aly

Götz Aly ist Historiker und Journalist, seine Bücher mit Schwerpunkt Antisemitismus, Nationalsozialismus, deutsche Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert werden in viele Sprachen übersetzt. Zuletzt veröffentlichte »Wie konnte das geschehen? Deutschland 1933–1945« im S. Fischer Verla

© privat
Lehrer und Moderation

Lars Dreuicker

Lars Dreiucker ist Kurator und Koordinator des Philosophischen Moduls (diskurs-philosophische Sparte) beim Lausitz Festival. Der in Lübben im Spreewald aufgewachsene Philosoph studierte in Dublin, Berlin und Potsdam und war zudem Lehrbeauftragter an der SRH Berlin School of Popular Art. Er ist Lehrer an einer Grundschule in Berlin - Lichtenberg sowie freier Kurator und Autor.

© privat
Philosph und Gast

Didier Eribon

Didier Eribon ist ein französischer Soziologe, Autor und Philosoph. Er war Professor für Soziologie in Amiens und Gastprofessor an der University of California, Berkeley, am Institute for Advanced Study in Princeton, an den Universitäten in Harvard und Yale, an der New York University sowie an der Columbia University in New York. In Deutschland ist Eribon bekannt geworden mit seiner Biografie über Michel Foucault (199

Für internationales Aufsehen sorgte seine Sozioautobiographie »Rückkehr nach Reims« (2009, dt. 2016), in der er den Zerfall der französischen Gesellschaft thematisiert und als Schlüsseltext zum Aufstieg des Rechtspopulismus rezipiert wurde. 2024 wurde er für sein Werk mit dem Prix de l’Académie de Berlin ausgezeichnet.  Das Werk »Betrachtungen zur Schwulenfrage« (1999, dt. 2019) ist zum Klassiker und Gründungsdokument der Queer Studies geworden. 

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Veranstaltungsort

  • Veranstaltungsort Altes Stadthaus, Cottbus/Chóśebuz

  • Adresse Altmarkt 21, 03046 Cottbus/Chóśebuz

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Ermöglicht durch:

ZEIT STIFTUNG BUCERIUS

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