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Gespräch

Lausitz Labor #2

Drei Tage Philosophie im Festival – Eintritt frei!

Tickets & Termine
© Design-Set: Diana Schackow

Über die Veranstaltung

Beginn

10:30 Uhr

Ende

16:00 Uhr

Das Lausitz Labor ist der angestammte Ort für Philosophie, Vorträge und Gespräche im Lausitz Festival. Über drei Tage hinweg lassen sich hochrangige Autor:innen und Philosoph:innen im Alten Stadthaus mitten in Cottbus von manchen Festivalerlebnissen inspirieren, um gemeinsam zu sprechen und weiter zu denken. In dieser Festival-Saison werden Produktionen wie Shakespeares »Hamlet« und »Symphonie der 100 Metronome« nach György Ligetis »Poème Symphonique« aufgegriffen –  sowie unser Inspirationswort 2026 geschöpferisch. 

Kommen Sie vorbei und teilen Sie ihre Gedanken und Perspektiven mit uns.

 

Kurator:innen-Team:  

Christoph Menke, Christiane Voss 
Lars Dreiucker, Fulvia Modica  

 

10:30–12:30 Uhr 

Umkämpfte Geschichte 

Gesellschaftlicher Wandel verläuft selten geradlinig. Wir erleben Geschichte als einen Prozess voller Konflikte und Widerstände. Was einmal als Gewissheit galt, kann brüchig und infrage gestellt werden. Geschichte wird dann manchmal nicht als Fortschritt, sondern als Rückschritt wahrgenommen. Das wiederum führt zu Misstrauen gegenüber der Politik und den Möglichkeiten eines guten Zusammenlebens. Was kann man in so einer Situation tun? Lernen wir (nicht) aus der Geschichte?  

Über diese und andere Fragen sprechen die Philosophin Rahel Jaeggi und die Soziologin Sarah Speck sprechen. Beide sind wichtige Stimmen der gegenwärtigen Kritischen Theorie der Frankfurter Schule und bieten Perspektiven auf unser Verständnis von Geschichte und gesellschaftlichem Wandel. 

  

Speaker:innen 

Rahel Jaeggi, Philosophin  

Sarah Speck, Soziologin 

  

14:00–16:00 Uhr 

Handeln statt Vergelten 

Am Gewesenen festhalten oder einen neuen Anfang wagen? Die Vergangenheit verschwindet nicht einfach, sie bleibt – als Erinnerung, innerer Konflikt und manchmal auch als offene Wunde. Doch was machen wir mit dem, was gewesen ist? Rache oder Vergebung? Ist Vergebung die Antwort auf die Frage der Gewalt? Oder kann Vergebung ein geschöpferischer Akt sein? 

Die Philosophin Maria-Sybilla Lotter, eine spannende Denkerin über moralische Fragen von Schuld und Vergeltung, und der Philosoph Tilo Wesche, der zu nachhaltigen politischen Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens forscht, nehmen die Praktiken der Rache und der Vergebung unter die Lupe.   

 

Speaker:innen 

Maria-Sybilla Lotter, Philosophin 

Tilo Wesche, Philosoph 

   

Sonderangebot für Studierende 

Studierenden und Doktorand:innen, die nicht in Cottbus leben, bieten wir Unterkunft in Cottbus und Reisekosten für das gesamte Labor-Wochenende vom 29. bis 31. August. 

Meldet Euch dazu gern bei Fulvia Modica: f.modica@lausitz-festival.eu 

  

Eintritt frei 

© Sibylle Baier
Philosophin und Gast

Rahel Jaeggi

Prof. Dr. Rahel Jaeggi ist Professorin für Praktische Philosophie, Rechts- und Sozialphilosophie an der Humboldt Universität zu Berlin. Sie arbeitet in der Tradition der Kritischen Theorie unter anderem zu Fragen der Möglichkeit und normativen Begründung von Kritik und zu Theorien sozialen Wandels. Dabei verbindet sie Bezüge aus dem historischen Materialismus und der Frankfurter Schule mit Einflüssen des amerikanischen Pragmatismus. Rahel Jaeggi ist Mitbegründerin und -leiterin des Center for Social Critique in Berlin. Ihre aktuelle Monografie »Fortschritt und Regression« erschien 2023; »Kritik von Lebensformen« und »Entfremdung« je 2016 und 2013.

© Sven Ehlers
Soziologin und Gast

Sarah Speck

Prof. Dr. Sarah Speck ist Professorin für Vergleichende Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina. Sie ist Mitglied des Kollegiums des Instituts für Sozialforschung in Frankfurt/Main. Ihre Forschungen in den letzten Jahren beschäftigen sich mit der Produktion verdächtigen(den) Wissens sowie mit dem widersprüchlichen Wandel der Geschlechterverhältnisse. Zuletzt u. a. erschienen: 2022: Normative Paradoxien. Verkehrungen des gesellschaftlichen Fortschritts. Frankfurt: Campus Verlag. Gemeinsam mit Axel Honneth, Kai-Olaf Maiwald und Felix Trautmann.

© Anna Ziegler
Philosophin und Gast

Maria-Sybilla Lotter

Maria-Sibylla Lotter ist ordentliche Professorin mit Schwerpunkt Ethik und Ästhetik an der Uhr-Universität Bochum. Ihre Forschungen befassen sich in den letzten Jahren mit den Themen Schuld und Verantwortung, Lügen, Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit und Veränderungen in der Ethik des Alltagslebens. Zuletzt erschien »Opfer. Verwundbarkeit als Selbstbild« (2026).

© Universität Oldenburg
Philosoph und Gast

Tilo Wesche

Prof. Dr. Tilo Wesche ist Professor für Praktische Philosophie an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und forscht u. a. zu Fragen der Demokratie, des Eigentums und der Bedeutung der Rache für den Aufstieg des neuen Autoritarismus. Zuletzt erschien von ihm »Die Rechte der Natur. Vom nachhaltigen Eigentum« (2023).

© Brewes
Philosoph und Gastgeber

Christoph Menke

Prof. Dr. Christoph Menke ist Professor für Praktische Philosophie am Institut für Philosophie der Goethe Universität, Frankfurt/Main. Seine Forschungen in den letzten Jahren beschäftigen sich mit der Frage nach »Normativität und Freiheit« in den Feldern der Philosophie des Rechts, der Politischen Philosophie und der Ästhetik. Zuletzt erschien »Theorie der Befreiung« (2022).

© Moritz Wehrmann
Philosoph und Gastgeber

Christiane Voss

Prof. Dr. Christiane Voss ist Professorin für Philosophie und Ästhetik an der Bauhaus-Universität Weimar. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre sind Medienphilosophie, philosophische Ästhetik und Anthropologie. Derzeit ist sie Sprecherin des DFG-Graduiertenkollegs »Medienanthropologie« an der Bauhaus-Universität Weimar. Zuletzt erschien von ihr (und Lorenz Engell) »Die Relevanz der Irrelevanz. Aufsätze zur Medienphilosophie« (2022).

Veranstaltungsort

  • Veranstaltungsort Altes Stadthaus, Cottbus/Chóśebuz

  • Adresse Altmarkt 21, 03046 Cottbus/Chóśebuz

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Ermöglicht durch:

ZEIT STIFTUNG BUCERIUS

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