Wir sehen uns im Spätsommer 2021
Weitere Infos folgen in Kürze...

Rückblick Lausitz Festival 2020

 

► Ab 26. März 2021, 19:30 Uhr hier und auf der Webseite des Staatstheaters Cottbus kostenfrei abrufbar.

Antigone Neuropa

Performance von Filip Markiewicz und Ruth Heynen

 

Zur Vorfreude auf die neue Ausgabe des Lausitz Festival 2021 zeigen wir die Koproduktion mit dem Staatstheater Cottbus aus dem vergangenen Festivaljahr: Antigone Neuropa, eine Performance von Filip Markiewicz und Ruth Heynen. Die Inszenierung feierte am 3. Oktober 2020 im Hangar 5 auf dem Flugplatz Cottbus Uraufführung und ist nun ab 26. März 2021, 19:30 Uhr, hier und auf der Website des Staatstheater Cottbus kostenfrei als Stream verfügbar.

Neuropa – wie Europa? Antigone Neuropa versteht die deutsch-deutsche Beziehung als eine Begegnung mit Europa. Auf dieses Deutschland schaut die Inszenierung und weitet den Blick auf unser europäisches Erbe aus. Wie können sich die unterschiedlichen Erfahrungen miteinander verbinden? Was entsteht daraus?

„Stellt euch vor, dass sich Sprachen und Nationen verschieben, um den Migrationen menschlicher Körper Rechnung zu tragen. Stellt euch einen menschlichen Körper vor, der sich der Natur nicht überlegen fühlt“, fordert Filip Markiewicz in seinem Manifest zur „Depolitisierung des Körpers“. Schon in Sophokles‘ Antigone wird die Frage nach der Verantwortung des Einzelnen für die Gemeinschaft (und umgekehrt) gestellt. Wo Antigone spricht, verhandelt sie den Raum zwischen Individuum und Staat, zwischen Männlichem und Weiblichem, zwischen Tradition und Neuerung.

Schauspiel, Tanz, Musik, Gesang und Videokunst verschmelzen in Antigone Neuropa zu einer sinnlichen Performance. Das Schauspielensemble des Staatstheaters Cottbus und internationale Gäste aus Frankreich (Claude Bardouil), Italien (Rita Cioffi) und England (Jeremiah Olusola) erschaffen mit N.U. Unruh (Einstürzende Neubauten) und Lars Neugebauer (Black Friday) ein Crossover der Künste, dessen surrender Sound nicht mehr aus dem Kopf geht.

(Das Projekt fand im Rahmen von Filip Markiewicz’ Projekt Ultrasocial Pop, unterstützt von der Bourse Bert-Theis, statt.)

 

Besetzung

 

Konzept, Regie, Video, Bühne, Zeichnungen

Filip Markiewicz

Konzept, Textfassung, künstlerische Projektleitung

Ruth Heynen

Kostüme

Marie-Luce Theis, Noemi Baumblatt

Musik/Komposition

Raftside, Filip Markiewicz

Choreografie

Claude Bardouil

Produktionskoordination

Martin Hinz

Regieassistenz

Tamina Alex

Ausstattungsassistenz

Maria Thiel

   

Tanz

Claude Bardouil, Rita Cioffi, Jeremiah Olusola

Live-Percussion

N.U. Unruh

Live-Schlagzeug

Lars Neugebauer

Live-Gitarre, Synthesizer

Filip Markiewicz

   

Schauspiel

Sophie Bock Kai Börner Sigrun Fischer Amadeus Gollner Gunnar Golkowski Thomas Harms Ariadne Pabst Markus Paul Lisa Schützenberger

 

Leila Lallali

 

Rolf-Jürgen Gebert

 

 

Review

 

Gelungener Start mit Weitblick

Das erste Lausitz Festival blickt zurück auf drei erfolgreiche Wochen

 

Das erste Lausitz Festival, das thematisch der »Metamorphose« gewidmet war, endete am 15. Oktober mit einem ausverkauften Liederabend der Starsängerin Elīna Garanča in der Dorfkirche Cunewalde. Seit dem 25. September fanden im Rahmen der ersten Festivalausgabe fast 50 Veranstaltungen – Originalproduktionen, Adaptionen, Kunstinstallationen, Gastspiele, Gespräche und Streamings – in der ganzen Lausitz, zum Teil an neu erschlossenen Spielstätten statt. Wie Umwandlung und Erneuerung durch die Kraft der Kunst, die alle Widrigkeiten zu überwinden vermag (wie Orpheus, also), auf den Weg gebracht, reflektiert und freudig tragbar gemacht werden kann, wurde in der ersten Festivaledition vielfach erfahrbar.

 

 


 

 

 

 

 

 

 

Ein neues Kulturfestival
in Europas Mitte!


 

In Nieder- und Oberlausitz findet erstmals ein Mehrsparten-Kulturfestival statt, das durch Fördermittel des Bundes ermöglicht und finanziert wird. Ziel des neuen Festivals ist es, die Wandlung der Lausitz als kulturelles Thema von europäischem Format und globaler Bedeutung zu reflektieren. Konzerte, Theater, Installationen, Vortragsreihen und philosophische Diskurse ergänzen sich in ihrer Bedeutung, lenken international Aufmerksamkeit auf den kulturellen Reichtum der Lausitz und bündeln die Kräfte der Kulturschaffenden aus der Region erstmalig so deutlich zusammen.

Das gesamte Festivalprogramm umfasst vom 25. September bis 16. Oktober 2020 fast 50 Veranstaltungen, die nur durch die Zusammenarbeit der Kulturschaffenden in der Region und der Begeisterung vieler Gäste für die Lausitz entstehen konnten.

 

Daniel Kühnel, Künstlerischer Leiter

Das Festival


Aus dem geografischen Mittelpunkt Europas fördert und fordert das Lausitz Festival spartenübergreifend ein auf Kunst und Kultur gegründetes Selbstverständnis. Dieses neue, maßgeblich vom Bund subventionierte Festival bringt die Lausitz in performativen Austausch mit der Welt, um so im lebendigen Strukturwandel ein Europa von Morgen zu formen, in dem die polyphone und polyglotte Stimme der Region widerhallt und gehört wird. Wie positionieren sich Grundfragen der europäischen Kultur im Lokalen der Lausitz? Im Mythos vermochte der Sänger Orpheus Menschen, Tiere, Steine und sogar das Schattenreich des Todes zu verzaubern. Er soll uns bei aller angestrebten Vielfalt der Genres ein metaphorischer Reisebegleiter sein, wenn wir gemeinsamden europäischen Weg der Via Regia zwischen Moskau und Santiago de Compostella beschreiten. Vor knapp 250 Jahren mahnte Georg Christoph Lichtenberg: »Aus dem, was der Mensch jetzo in Europa ist, müssen wir nicht schließen, was er sein könnte«, und das Lausitz Festival lädt nun ein zu sehen, zu hören, zu lesen, zu reden, zu träumen, zu denken, was der Mensch in Europa sein könnte.

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