Gelungener Start mit Weitblick

Das erste Lausitz Festival blickt zurück auf drei erfolgreiche Wochen

 

Das erste Lausitz Festival, das thematisch der »Metamorphose« gewidmet war, endete am 15. Oktober mit einem ausverkauften Liederabend der Starsängerin Elīna Garanča in der Dorfkirche Cunewalde. Seit dem 25. September fanden im Rahmen der ersten Festivalausgabe fast 50 Veranstaltungen – Originalproduktionen, Adaptionen, Kunstinstallationen, Gastspiele, Gespräche und Streamings – in der ganzen Lausitz, zum Teil an neu erschlossenen Spielstätten statt. Wie Umwandlung und Erneuerung durch die Kraft der Kunst, die alle Widrigkeiten zu überwinden vermag (wie Orpheus, also), auf den Weg gebracht, reflektiert und freudig tragbar gemacht werden kann, wurde in der ersten Festivaledition vielfach erfahrbar.

 

 


 

 

 

 

 

 

 

Ein neues Kulturfestival
in Europas Mitte!


 

In Nieder- und Oberlausitz findet erstmals ein Mehrsparten-Kulturfestival statt, das durch Fördermittel des Bundes ermöglicht und finanziert wird. Ziel des neuen Festivals ist es, die Wandlung der Lausitz als kulturelles Thema von europäischem Format und globaler Bedeutung zu reflektieren. Konzerte, Theater, Installationen, Vortragsreihen und philosophische Diskurse ergänzen sich in ihrer Bedeutung, lenken international Aufmerksamkeit auf den kulturellen Reichtum der Lausitz und bündeln die Kräfte der Kulturschaffenden aus der Region erstmalig so deutlich zusammen.

Das gesamte Festivalprogramm umfasst vom 25. September bis 16. Oktober 2020 fast 50 Veranstaltungen, die nur durch die Zusammenarbeit der Kulturschaffenden in der Region und der Begeisterung vieler Gäste für die Lausitz entstehen konnten.

 

Daniel Kühnel, Künstlerischer Leiter

Das Festival


Aus dem geografischen Mittelpunkt Europas fördert und fordert das Lausitz Festival spartenübergreifend ein auf Kunst und Kultur gegründetes Selbstverständnis. Dieses neue, maßgeblich vom Bund subventionierte Festival bringt die Lausitz in performativen Austausch mit der Welt, um so im lebendigen Strukturwandel ein Europa von Morgen zu formen, in dem die polyphone und polyglotte Stimme der Region widerhallt und gehört wird. Wie positionieren sich Grundfragen der europäischen Kultur im Lokalen der Lausitz? Im Mythos vermochte der Sänger Orpheus Menschen, Tiere, Steine und sogar das Schattenreich des Todes zu verzaubern. Er soll uns bei aller angestrebten Vielfalt der Genres ein metaphorischer Reisebegleiter sein, wenn wir gemeinsamden europäischen Weg der Via Regia zwischen Moskau und Santiago de Compostella beschreiten. Vor knapp 250 Jahren mahnte Georg Christoph Lichtenberg: »Aus dem, was der Mensch jetzo in Europa ist, müssen wir nicht schließen, was er sein könnte«, und das Lausitz Festival lädt nun ein zu sehen, zu hören, zu lesen, zu reden, zu träumen, zu denken, was der Mensch in Europa sein könnte.

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