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Literatur

Passion. Über die Menschlichkeit

Nach dem Roman von Amélie Nothomb

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© Just Loomis

Über die Veranstaltung

Beginn

18:30 Uhr

Ende

20:00 Uhr

In ihrem Buch »Passion«, das 2020 im Original unter dem Titel »Soif« (Durst) erschien, versetzt sich die belgische Schriftstellerin Amélie Nothomb in einen jungen Mann, der die letzte Nacht vor seiner Hinrichtung in Golgatha erlebt: Jesus von Nazareth. Allein in seiner Zelle, reflektiert er über seinen Weg dorthin und alles, was danach kommt.

In Nothombs fiktionalem inneren Monolog spricht Jesus über seine Wunder, die große Liebe, Verrat und seinen überwältigenden Durst nach Würde und Vergebung. »So nah war mir Jesus noch nie«, sagt der Schauspieler Götz Schubert über seine Empfindungen nach der Lektüre dieses Buchs. Der Monolog hat ihn so beschäftigt, ja, gepackt, dass er den kraftvollen Text für die Bühne eingerichtet hat. Schubert, in der Rolle als Görlitzer Kommissar Burkhard »Butsch« Schulz in der Krimiserie »Wolfsland« längst Lausitzer der Herzen, begeisterte beim Lausitz Festival in den Jahren 2024 und 2025 durch seine Rolle als Jago in »Othello/Die Fremden« das Publikum. Auch in diesem Jahr ist er wieder bei einer Shakespeare-Inszenierung zu erleben (»Hamlet«).

In einem besonderen Veranstaltungsformat gibt Schubert in der Dorfkirche Cunewalde Nothombs Jesus eindrucksvoll Stimme und Präsenz. Der Oboist und Produzent Manuel Munzlinger hat dazu einen Soundtrack geschaffen, der elektronische Klänge mit einer live gespielten Oboe kombiniert. Das Duo nennt den Abend ein MusikHörSpiel, da er Musik, Text und Schauspiel untrennbar zu einem vielschichtigen Gesamtkunstwerk miteinander verwebt.

© Jeanne Degraa
Schauspiel

Götz Schubert

Seit den Anfängen seiner Karriere überzeugt Götz Schubert Publikum und Presse mit seiner spielerischen Bandbreite und ausgeprägten Intuition für die Rollen, die er darstellt. Immer findet er mit einem tiefen Gespür für die Eigenarten der Charaktere seinen eigenen Zugang, um das Zerbrechliche, das Menschliche und das Humorvolle der Figuren herauszuarbeiten und ihnen Lebensnähe und Wahrhaftigkeit zu verleihen.

Seine differenzierte, männliche und sensible Ausführung ihrer Wesenszüge, mit denen er ihnen ein glaubhaftes Eigenleben gibt, haben Regisseure am Theater wie Alexander Lang, Amélie Niermeyer, Herbert Fritsch, Jürgen Gosch, Karin Beier, Peter Stein, Philipp Stölzl oder Thomas Langhoff früh erkannt und den Schauspieler immer wieder in ihren Inszenierungen besetzt. Im Film überzeugte er Publikum und Presse in Zusammenarbeiten mit Ben Verbong, Christian Schwochow, Edward Berger, Francis Meletzky, Isabell Kleefeld, Matti Geschonneck, Robert Schwentke, Till Franzen oder Lars Kraume, mit dem es über die Jahre zu vielen preisgekrönten Filmen kam, wie »Das schweigende Klassenzimmer«, »Der Staat gegen Fritz Bauer« oder »Gott nach Ferdinand von Schirach«. 

Schubert spielt an führenden deutschsprachigen Theatern, darunter Berliner Ensemble, Deutsches Theater Berlin, Maxim Gorki Theater, Residenztheater München, Schauspielhaus Hamburg, und ist seit Anbeginn seiner Karriere in zahlreichen anspruchsvollen Kino- und Fernsehproduktionen zu sehen, darunter in »Der Turm«, »Meine Tochter Anne Frank», »Tage, die bleiben« und »Unsere Mütter, unsere Väter« sowie in seriellen Publikumserfolgen wie »Die verlorene Tochter«, »KDD« und »Wolfsland«. Er wurde von der Zeitschrift »Theater heute« zum Schauspieler des Jahres gewählt, mehrfach mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Grimme-Preis geehrt sowie mit dem Publikums-Bambi für seine schauspielerische Leistung ausgezeichnet. Götz Schubert ist Botschafter der Deutschen Palliativ- und Hospizstiftung und lebt in der Nähe von Berlin. 

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© Guido Werner
Musik

Manuel Munzlinger

Manuel Munzlinger gehört zu den wenigen Oboisten, die ihr Instrument nicht nur virtuos beherrschen, sondern ihm eine eigene künstlerische Sprache gegeben haben. In seinen Kompositionen verbindet er klassische Präzision mit einem ausgeprägten Sinn für musikalischen Humor und erweitert mit technischer Brillanz und improvisatorischer Freiheit das Ausdrucksspektrum der Oboe weit über ihre gewohnten Grenzen hinaus.

Früh machte er mit dem Projekt »the oboe goes BaRock« auf sich aufmerksam, in dem er Pop- und Rockmusik in klassische Klangwelten überführte und damit eine bis heute ungewöhnliche Verbindung von stilistischer Raffinesse und musikalischem Witz schuf. 

Es entstanden Konzerte für Oboe und Orchester, die Jazz mit klassischer Form verbinden, dazu Kammermusik sowie Orchesterwerke. Mit seiner Agentur mmmusic entwickelt er seit vielen Jahren Bühnenformate, in denen Musik nicht begleitet, sondern Text und Szene eine eigene klangliche Ebene verleiht. Prägend wurde die langjährige Zusammenarbeit mit Herbert Feuerstein, mit dem ihn die Überzeugung verband, dass Absurdität und Präzision sich nicht ausschließen, sondern erst gemeinsam ihre Wirkung entfalten. Die Augsburger Allgemeine schrieb über seine Arbeit: »Tiefgang kombiniert mit genialer Musikalität.« 

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Mitwirkende

  • Schauspiel Götz Schubert

  • Musik Manuel Munzlinger

Veranstaltungsort

  • Veranstaltungsort Dorfkirche Cunewalde

  • Adresse Kirchweg 1, 02733 Cunewalde

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