Konzert

»Klingende Zwischenräume«: Bach und Pergolesi

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© B Ealovega

Über die Veranstaltung

Beginn

19:30 Uhr

Ende

21:00 Uhr

Bachs Parodie über Pergolesis berühmtes »Stabat Mater« ist eine ehrerbietende Bearbeitung, in deren Zentrum der Gebrauch eines anderen Texts für dieselbe Musik steht. Anstelle des mittelalterlichen Gedichts setzt Bach einen von Psalm 51 inspirierten deutschen Text ein und gibt der Bratsche eine eigene Stimme. Und obwohl die Musik fast dieselbe bleibt, entfaltet sich vor uns durch die Veränderung ein anderer Sinn, entsteht in uns die Vorstellung von einer anders schattierten Welt. So nah an ein echtes und doch unsagbares Verständnis davon, was verbindet und was trennt, kommen wir selten. 

 

Giovanni Battista Pergolesi

Stabat Mater f-Moll, P.77

Johann Sebastian Bach 

Kantate »Tilge, Höchster, meine Sünden«, BWV 1083

© Piaclodi
Sopran

Elisabeth Breuer

Auf dem Konzertpodium hat sich Elisabeth Breuer als sehr gefragte Interpretin der Werke von Bach, Händel, Haydn und Mozart etabliert. Höhepunkte der kommenden Zeit umfassen u.a. im Juli 2021 ihr Debüt am Wiener Konzerthaus mit Orffs Carmina Burana unter Heinz Ferlesch sowie die Bach’sche H-Moll-Messe mit Barucco beim Attergauer Kultursommer, im August die Rolle der Nice in Vivaldis La Ninfa e il Pastore beim Festival Opera Barga unter Federico Maria Sardelli oder im September die Partie der Merab in Händels Saul beim Fränkischen Sommer.

Sie singt unter namhaften Dirigenten wie Daniel Harding, Franz Welser-Möst, Ton Koopman, Andrew Manze, Dennis Russel Davies, Asher Fish, Andrés Orozco-Estrada, Federico Maria Sardelli, Hans-Christoph Rademann, Howard Griffiths, Hansjörg Albrecht, Martin Haselböck oder Ruben Jais und tritt mit bedeutenden Orchestern wie der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem MDR Sinfonieorchester, der Norddeutschen Radiophilharmonie, dem Schwedischen Radiosinfonieorchester, dem Concentus Musicus Wien, dem Amsterdam Baroque Orchestra, dem Helsinki Baroque Orchestra oder dem L'Orfeo Barockorchester auf.

Auch in der kommenden Saison arbeitet Elisabeth Breuer eng mit Ton Koopman zusammen und gibt unter seinem Dirigat mit Haydns Jahreszeiten im Jänner 2022 ihr Debüt beim Orchestre National des Pays de la Loire in Nantes und Angers. Mit ihm und dem Amsterdam Baroque Orchestra geht sie zudem mit der H-Moll-Messe im Frühjahr 2022 auf Tour durch Europa. Im Novemer 2021 trifft sie hingegen erneut mit Bachs Matthäuspassion in Helsinki und Lausanne auf das Helsinki Baroque Orchestra unter Aapo Häkkinen.

Auch bei den Wintermärchen-Konzerten in der Hamburger Elbphilharmonie wird die Sopranistin im Dezember wieder zu Gast sein, gefolgt von einem schwungvollen Jahreswechsel als Franziska Cagliari in der Strauß-Operette Wiener Blut am Linzer Brucknerhaus.

Zu ihren jüngsten Erfolgen auf der Opernbühne zählen die Elisa in Mozarts Il Re Pastore am Teatro La Fenice in Venedig, die Rezia in Haydns L’Incontro improvviso bei den Donaufestwochen oder die Hyppolithe in Schürmanns Die getreue Alceste bei Winter in Schwetzingen unter Christina Pluhar. Neben ihrer stilsicheren Darbietung ihres Kernrepertoires im Konzert, behält sich Elisabeth Breuer im Bereich Oper gern ihre Vielseitigkeit.

Zu ihren wichtigsten Partien zählen bislang Norina, Musetta, Gretel, Despina, Constance (Dialogues des Carmélites), Bellezza (Il Trionfo del Tempo e del Disinganno), Donna Fulvia (La pietra di paragone), Anne Frank (Das Tagebuch der Anne Frank), Adele oder auch die Sopran-Partie in Carmina Burana, welche sie an wichtigen Opernhäusern wie dem Teatro Regio di Torino, dem Teatro di San Carlo in Neapel, dem Teatro Lirico di Cagliari, an der Oper Köln, an der Neuen Oper Wien oder am Landestheater Linz, welchem sie von 2009 bis 2016 als Ensemblemitglied angehörte, verkörperte.

Ihr schauspielerisches Talent konnte sie in der Zusammenarbeit mit namhaften Regisseuren wie David Pountney, Uwe Eric Laufenberg, Giorgio Barberio Corsetti, Anthony Pilavachi, Amon Miyamato oder Carlus Padrissa und La Fura dels Baus unter Beweis stellen.

Elisabeth Breuer erhielt ihre Ausbildung an der Grazer Kunstuniversität bei Elisabeth Batrice, mit der sie auch bis heute zusammenarbeitet. 

Für ihre ambitionierte Arbeit und ihr Talent wurde sie bereits mehrfach mit Preisen und Auszeichnungen bedacht. In der Saison 2015/16 wählten sie die BesucherInnen des Linzer Musiktheaters zum Publikumsliebling, wofür sie mit der Richard Tauber Medaille ausgezeichnet wurde. 2014 erhielt sie den Jungensemblepreis der Freunde des Linzer Musiktheaters und 2013 wurde sie für ihre Darstellung der Constance (Dialogues des Carmélites) für den Österreichischen Musiktheaterpreis nominiert.

Aufnahmen, wie die 2019 veröffentlichte CD mit Beethovens Egmont, welche sie mit dem Helsinki Baroque Orchestra unter Aapo Häkkinen für das Label Ondine aufgenommen hat oder die 2020 bei Naxos erschienene CD mit Liedern von Beethoven, eingespielt mit der Pianistin Bernadette Bartos, ergänzen ihr künstlerisches Schaffen.

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© Martin Förster
Orchester

La Folia Barockorchester

Im Barock stand der Begriff »la folia« für Kühnheit und Verspieltheit sowie eine künstlerische Haltung der Freiheit und überschwänglichen Kreativität. Seit seiner Gründung in 2007 belebt das La Folia Barockorchester auf historischen Instrumenten mit eben diesen Attributen die internationale Musikszene. Ob in kammermusikalischer Besetzung oder mit spätbarocker Opulenz, mit Instrumentalmusik oder in Zusammenarbeit mit Vokalsolisten und Sängern, wie Bejun Mehta, Robin Johannsen oder die Wiener Sängerknaben – immer steht das Ensemble um den Gründer und Konzertmeister Robin Peter Müller für vitale und mitreißende Interpretationen der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts.

Mit großem Erfolg gastierte das Ensemble u. a. in der Berliner und Kölner Philharmonie sowie den Musikvereinen Graz und Wien. Ebenso trat es u.a. bei den Dresdner Musikfestspielen, den Al Bustan Festspielen Beirut und dem Grafenegg Festival auf.

Neben unzähligen Live-Produktionen für u.a. die BBC, BR, und ORF nimmt das Ensemble seit 2014 exklusiv für das Label Deutsche Harmonia Mundi /SONY auf und erhielt für seine Einspielungen so renommierte Preise wie dem Opus Klassik Award.

 

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Mitwirkende

  • Sopran Elisabeth Breuer

  • Countertenor Tim Mead

  • Orchester La Folia Barockorchester

Veranstaltungsort

  • Veranstaltungsort Dorfkirche Cunewalde

  • Adresse Kirchweg 1, 02733 Cunewalde

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