Jazz

Jazz-Posaunist Nils Wogram mit »Bright Lights« und »Root 70 with Strings«

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Über die Veranstaltung

Beginn

19:30 Uhr

Ende

21:30 Uhr

Nils Wogram ist seit Albert Mangelsdorff der sicherlich bekannteste Posaunenvirtuose in der deutschen Jazzlandschaft. Auf seinem Instrument, das solistisch eher selten im Rampenlicht steht, beherrscht Wogram eine atemberaubende Bandbreite an Techniken und Zwischentönen, was er auf seinem Ende 2020 erschienenen Album »Bright Lights« eindrücklich gezeigt hat.

In der Lausitzhalle Hoyerswerda wird Wogram sowohl solistisch als auch mit seinem Quartett »Root 70« auftreten, das – um drei Streichinstrumente ergänzt – ganz besondere Klangsphären und Zwischentöne entstehen lässt. 

Posaune

Nils Wogram

Nils Wogram, 1972 in Braunschweig geboren, begann im Alter von 12 Jahren mit einer musikalischen Ausbildung in Jazz und Klassik. Zwischen 1989 und 1992 war er mehrfacher Bundespreisträger bei „Jugend musiziert”, 1989 wurde er Mitglied im Bundesjazzorchester unter der Leitung von Peter Herbolzheimer. Von 1992 bis1994 studierte er in New York und schloss seine Ausbildung 1999 an der Musikhochschule Köln ab. Seit seiner Rückkehr aus New York ist Nils Wogram einer der gefragtesten Soloposaunisten Europas.

Mit seinen Ensembles spielte er weltweite Tourneen und auf unzähligen renommierten Festivals wie North Sea, Saalfelden, Berlin, Amsterdam, Madrid, Moskau, Stockholm, Sarajevo u.v.a. Insgesamt hat er über 30 Alben unter seinem Namen veröffentlicht. 2010 gründete Wogram sein eigenes Label nwog-records auf dem er seine Alben veröffentlicht. Er ist Dozent an der Musikhochschule Luzern und wird regelmäßig zu Workshops in ganz Europa eingeladen. Zusammenarbeit mit bekannten Musikern wie z.B. Tomasz Stanko, Kenny Wheeler, Kenny Werner, Aki Takase, Fred Frith, Conny Bauer.Eine Auswahl der ihm verliehenen Jazzpreise: SWR , Nordrhein Westphalen, Stadt Köln, GEMA Preis für Jazz Komposition, BMW Jazz Award, Jazz Echo, Albert Mangelsdorff Preis. 2021 kommen der Ehrenpreis der Deutschen Schallplattenkritik dazu, der Schweizer Musikpreis und eine Nominierung zum Deutschen Jazzpreis.

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Saxophon

Hayden Chisholm

Der 1975 in Neuseeland geborene Hayden Chisholm gewann in seiner Heimat den Preis als bester junger Jazzmusiker unter 26 Jahren. 1993 zog er nach Deutschland. Er gab Solo-Konzerte in den USA, Australien, Island, Afrika, Indien und Europa. 1996 beginnt Chisholm sich mit Neuer Musik und der Volksmusik aus aller Welt zu beschäftigen.

Es gelingt ihm seinen ganz persönlichen Stil durch die Verschmelzung von Tanzmusik vom Balkan, Folklore der Australischen Ureinwohner, westindischem Gesang und irischer Folklore mit seiner Vierteltontechnik zu bilden. Seine erste Solo CD „Circe” (1996) wurde in Radiosendern weltweit gesendet und für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik vorgeschlagen.Chisholm ist ein wahrer Multiinstrumentalist. Er ist nicht nur ein Virtuose auf dem Saxophon sondern beherrscht ebenso das Digeridoo, den Dudelsack und den Obertongesang mit überragender Ausdruckskraft. 1998 wurde Hayden Chisholm mit dem Kölner Preis für improvisierte Musik ausgezeichnet. Er wirkte auch als Protagonist im Dokumentarfilm „Sound of Heimat – Deutschland singt“ (2012) von Arne Birkenstock und Jan Tengeler mit. Aufgrund seiner „einzigartigen Klangästhetik“ wurde ihm 2013 der SWR-Jazzpreis verliehen. In Moers war er 2015 als „Improviser in Residence“ tätig. Heute lebt Chisholm in Belgrad und Köln.

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Bass

Matt Penman

Der Neuseeländische Bassist Matt Penman, geboren 1974, begann seine musikalische Ausbildung im Alter von 6 Jahren. Nach 10jährigem Klavierunterricht steigt Penman auf Kontrabass um. Nach einigen Jahren Arbeit als professioneller Musiker erhielt er ein Stipendium am Berklee College of Music in Bosten, USA und hatte Gelegenheit mit Hal Crook und vielen anderen bekannten Musikern zu spielen. Kurz danach wurde er mit dem „Television New Zealand Young Achievers Award” ausgezeichnet.

1995 zog Penman nach New York, wo er seitdem lebt und eine Karriere als international gefragter Musiker erreicht hat. Ausgedehnte Tourneen in die ganze Welt führten ihn auf renommierte Festivals wie Pori Jazzfestival Finland, Bell Atlantic Festival USA u.v.a. Zusammenarbeit mit Größen wie Dave Liebman, Wolfgang Muthspiel , George Cables, Ben Monder, Gary Bartz. Neben seinen Aktivitäten als Sideman ist Penman Co-Leader der Gruppe Flipside (CD bei Naxos, 2000). Inzwischen ist Matt Penman einer der gefragtesten Bassisten in New York und ist mit fast allen

Jazzstars dort aufgetreten. 2018 leitete er ein Trio mit Shai Maestro und Allison Miller. Inzwischen auf mehr als 85 Alben als Sideman zu hören.

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Schlagzeug

Jochen Rückert

Jochen Rückert, geb. 1975 in Köln, begann bereits im Alter von 6 Jahren Schlagzeug zu spielen und ist wegen seines ideenreichen Spiels einer der gefragtesten Jazzschlagzeuger überhaupt.1996 gewann er mit dem Trio Dreiklang den Blue Note Jazzsearch und die European Jazz Competition bei den Leverkusener Jazztagen mit dem Anke Helfrich Trio. 2000 erhielt er den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für Musik.

Seitdem wirkte er an über 120 Alben mit und arbeitete mit Musikern und Bands zusammen wie dem Marc Copland Trio, der Kurt Rosenwinkel Group, der Mark Turner Band, John Abercrombie,Till Brönner, Joachim Kühn, Ron Carter und auch Madeleine Peyroux.1993 reiste er erstmals nach New York City, wo er seit 1995 lebt. Seit 2011 leitet Rueckert sein eigenes Quartett mit Mark Turner, Lage Lund und Matt Penman. Neben seiner Tätigkeit als Jazzmusiker arbeitete Rückert auch mit Rockbands wie Bonnie Lundy und Seems So Bright und auf dem Gebiet der elektronischen Musik mit Marcus Schmickler, Jochen Bohnes und Burnt Friedman zusammen. Er programmiert, mixt und produziert außerdem elektronische Musik unter dem Alias „Wolff Parkinson White“ und veröffentlicht eine Serie von E-Büchern mit dem Titel Read the Rueckert, die sein Leben in Form von Fotos in jedem Hotelzimmer und Kurzgeschichten über besonders banale Reisetage und andere Intrigen des reisenden Jazzmusikers dokumentieren.

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Violine

Gerdur Gunnarsdottir

Die Isländerin Gerdur Gunnarsdottir hat 1983 ihre Abschlussprüfung von Sigursveinn D. Kristinsson Musikkonservatorium, Reykjavik, absolviert. Sie studierte an der Musikhochschule Köln und am Sweelinck Conservatorium Amsterdam. 1990 hat sie ihr Konzertexamen in Köln abgeschlossen. Ihre Lehrer waren u.a. Michael Shelton, Igor Ozim, Herman Krebbers und Primos Novsak. 1991 erhielt sie den 1. Preis beim Postbank-Sweelinck Violinwettbewerb, Amsterdam.

Gerdur ist von 1992 bis 2008 3. Konzertmeisterin des Gürzenich-Orchesters Köln gewesen und ist als Gastkonzertmeisterin in verschiedenen anderen Orchestern tätig. Seit 1987 spielt sie als Konzertmeisterin des Caput Ensembles für neue Musik, Island. Sie ist seit 2010 Mitglied des Konzerthausorchesters Berlin.Verschiedene solistische und kammermusikalische Tätigkeiten haben Gerdur durch ganz Europa geführt und sie spielt häufig als Solistin bei Film- und Hörspiel-aufnahmen. Mit ihrem Streichquartett „Gerdur Gunnarsdottir String Quartet“ wurde sie zu verschiedenen Jazz Festivals eingeladen, z.B. JazzBaltica Festival in Salzau 2009 und Kollektiv Nights in Berlin 2010. Seit 1995 spielt sie mit dem Klarinettisten Claudio Puntin in verschieden Formationen. Seit 2019 ist sie Mitglied des „Yannick Delez String 5tet“.

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Viola

Gareth Lubbe

Gareth Lubbe, geb. 1976 in Johannesburg, Südafrika, erhielt seine erste musikalische Ausbildung am Klavier und an der Geige im Alter von vier Jahren. Nur fünf Jahre später gab er in Johannesburg als Geiger sein Debut mit Orchester, es folgten zahlreiche Preise bei regionalen und nationalen Wettbewerben. Er konzertierte ebenso als Pianist mit dem Radiosymphonieorchester von Südafrika und dirigierte das Johannesburg Symphonieorchester.

Von 1995 bis 2001 folgten ein Violinstudium an der Musikhochschule Köln und Kammermusikstudien beim Alban Berg Quartett. Nach dem Diplom schloss er ein Violastudium in Lübeck an. 2006 und 2007 war er Solobratscher in der Königlich Flämischen Philharmonie in Antwerpen bevor er als Solobratscher im Gewandhausorchester und als Dozent für Viola an der Musikhochschule Leipzig tätig war.Lubbe gastiert solistisch und als Kammermusiker weltweit. Er folgte Einladungen des Mahler Chamber Orchestra als Solobratscher, mit dem er unter Dirigenten wie z.B. Claudio Abbado konzertierte. Darüber hinaus ergaben sich auf dem Gebiet der Kammermusik immer wieder neue Kontakte zu PartnerInnen wie Claudio Bohorquez, Daishin Kashimoto, Alexander Lonquich, Fazil Say, Adrian Brendel und Baiba Skride.

Als gefeierter Obertonsänger tritt Lubbe weltweit auf und leitet Workshops. Gareth Lubbe ist seit 2013 Professor für Viola an der Folkwang Universität der Künste.

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Violoncello

Adrian Brendel

Als einer der originellsten Cellisten seiner Generation bereist Adrian Brendel, geboren 1976 in London, die Welt als Solist, Kammermusiker und Lehrer. Die frühen Begegnungen mit den Werken von Kurtág, Kagel und Ligeti entfachten seine Neugier und Leidenschaft für zeitgenössische Musik. Auf diesen neuen Wegen begleitet ihn auch seine Begeisterung für Jazz und Weltmusik.Brendel studierte zunächst bei William Pleeth, später bei Alexander Baillie und Frans Helmerson in London und Köln und nahm Meisterkurse bei György Kurtág, Mitgliedern des Alban Berg Quartetts und seinem Vater Alfred Brendel.

Die gefeierte Aufnahme der Cellosonaten Beethovens zusammen mit diesem wurde während der gemeinsamen Konzerte in der Saison 2003/2004 aufgenommen und bei Philips/Decca veröffentlicht.In den zurückliegenden Jahren war Adrian Brendel Gast bei den Festivals von Aldeburgh, Cheltenham, Verbier, Salzburg, Enescu, der Schubertiade und dem Klavier-Festival Ruhr. Außerdem tritt er regelmäßig in den renommiertesten Konzertsälen Europas wie der Berliner Philharmonie, dem Wiener Musikverein und dem Concertgebouw in Amsterdam auf. Als Solist konzertiert er mit Orchestern wie der Academy of St Martin in the Fields und dem Royal Scottish National Orchestra u.v.m.Adrian Brendel ist künstlerischer Leiter des Festivals „Music at Plush“, das jeden Sommer in Dorset, im Südwesten Englands stattfindet.

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Mitwirkende

  • Posaune Nils Wogram

  • Saxophon Hayden Chisholm

  • Kontrabass Matt Penman

  • Schlagzeug Jochen Rueckert

  • Viola Gareth Lubbe

  • Violine Gerdur Gunnarsdottir

  • Violoncello Adrian Brendel

Veranstaltungsort

  • Veranstaltungsort Lausitzhalle Hoyerswerda

  • Adresse Lausitzer Platz 4, 02977 Hoyerswerda

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