Konzert

Festival-Eröffnung

Tenebrae, Kammerorchester Basel: Johann Sebastian Bach, h-Moll-Messe (Auszüge)

Tickets & Termine
Tenebrae mit Nigel Short © Sim Canetty-Clarke

Über die Veranstaltung

Beginn

19:30 Uhr

Ende

21:30 Uhr

Die Eröffnung des Lausitz Festivals 2026 steht im Zeichen Johann Sebastian Bachs, seiner h-Moll-Messe und eines neuen »Credos«. Die h-Moll-Messe ist eines der erhabensten Werke der Musikwelt. In der Görlitzer Pfarrkirche St. Peter und Paul wird sie gesungen vom britischen Chor Tenebrae, aus dessen Reihen auch die Solisten hervortreten. Es spielt das Kammerorchester Basel, die musikalische Leitung liegt in den Händen von Nigel Short. Die Besetzung bürgt für ein erstklassiges musikalisches Erlebnis.

Im Jahr 1733, Bach war 48 Jahre alt, bewarb er sich mit einer »Missa brevis« (kurze Messe) um den Titel eines »Königlich Polnischen und Churfürstlich Sächsischen Hof-Compositeurs« in Dresden. Am 19. November 1736 wurde ihm der Titel verliehen. Der Name »Missa brevis« rührt daher, dass sie nur aus dem »Kyrie« und dem »Gloria« bestand. Bach arbeitete indes bis kurz vor seinem Tod an der Messe und erweiterte sie schließlich zu einer »Missa tota« – einer vollständigen Messe, wie sie im katholischen Ritus zelebriert wird.

Die »Dresdner Messe« von 1733 bildet Kern und Ausgangspunkt des Eröffnungskonzerts, spielt dieses Werk doch eine herausragende Rolle in der »kompositorischen Wissenschaft« Johann Sebastian Bachs. Über Jahrhunderte hinweg hat die daraus erwachsene h-Moll-Messe viele weitere (Mess)kompositionen beeinflusst.

Als lebendigen Ausdruck der weiterhin wirksamen Verbindung zwischen damals und heute hat das Lausitz Festival ein neues »Credo« – jenen Messteil, welcher auf das »Kyrie« und »Gloria« folgt – in Auftrag gegeben. Es wird von dem französischen Komponisten und Dirigenten Sylvain Cambreling geschrieben, der damit an Bachs »Dresdner Messe« anknüpfen und sie im Sinne eines »Ich glaube an« fortführen soll.

Im Rahmen der Festivaleröffnung wird nicht nur das neue »Credo« uraufgeführt, sondern auch erstmals der »Credo-Preis« vergeben. Mit dieser Auszeichnung des Lausitz Festivals wird eine Persönlichkeit geehrt, deren künstlerisches oder kulturelles Schaffen von einer tiefen inneren Überzeugung und dem festen Glauben an die gesellschaftliche Relevanz von Kunst motiviert ist.

 

Johann Sebastian Bach
Messe h-Moll, BWV 232

Kyrie
Gloria
Credo – Neue Komposition von Sylvain Cambreling
Agnus Dei
Dona nobis pacem

© Nick White
Chor & Solisten

Tenebrae Choir

2001 von Nigel Short, einem ehemaligen Mitglied von The King's Singers gegründet, vereint der Kammerchor Tenebrae exzellente Sängerinnen und Sänger Grossbritanniens. Schnell entwickelte sich Tenebrae zu einem der führenden Vokalensembles der Welt. Sie sind mehrfacher Preisträger des BBC Magazine Awards u. a. mit der Auszeichnung Best Choral Performance für ihre Aufnahme von Tomás Luis de Victorias »Requiem Mass«. Die Aufnahme von Faurés Requiem zusammen London Symphony Orchestra wurde für die Gramophone Awards nominiert und 2018 folgte eine Grammy Nominierung für die CD »Music of the Spheres«.

Mit ihrer unglaublichen Präzision, perfekter Intonation sowie dem unverkennbaren atmosphärischen Klangvolumen treten sie weltweit mit renommierten Orchestern wie dem London Symphony Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra und der Academy of Ancient Music auf. Das Repertoire von Tenebrae erstreckt sich von der Musik der Renaissance und den Werken Händels und Purcells über Werke von Anton Bruckner nach Russland mit Kompositionen Rachmaninows und bis in die Gegenwart mit Chorwerken von Sir John Tavener, Joby Talbot oder Eric Whitacre. 

In der Saison 2022/23 wird Tenebrae u. a. am Rheingau Musik Festival, in der Thomaskirche Leipzig, am Musikfest Berlin und Brucknerfest in Linz zu hören sein. 

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© Matthias Mueller
Orchester

Kammerorchester Basel

Spiellust und musikalischer Entdeckergeist zeichnen das Kammerorchester Basel seit seiner Gründung 1984 aus. Mit grosser Energie und stilistischer Offenheit widmen sich die Musiker:innen einem breiten Repertoire

Ausgezeichnet mit dem Schweizer Musikpreis 2019, begeistert das Kammerorchester Basel mit künstlerischer Exzellenz und Ausdauer. Projekte wie Haydn2032 oder die Einspielung der späten Haydn-Messen zeigen die tiefe Lust an langfristiger, kreativer Auseinandersetzung.

Eine preisgekrönte Diskografie und vielfältige Vermittlungsformate runden das lebendige Wirken des Orchesters ab. Seit 2019 ist die Clariant Foundation Presenting Sponsor des Kammerorchester Basel.

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© Sim Cannetty-Clarke
Leitung

Nigel Short

Nigel Short ist seit Jahren weltweit bekannt für seine preisgekrönte Arbeit mit Orchestern und Chören sowie für seine vielfältige Diskografie. Short war zwischen 1994 und 2000 Mitglied der King's Singers. Im Jahr 2001 gründete er den Spitzenchor Tenebrae mit handverlesenen Sängerinnen und Sängern Großbritanniens. Unter seiner Leitung trat der Chor mit internationalen renommierten Orchestern und Ensembles auf und genießt inzwischen den Ruf als eines der besten Vokalensembles der Welt.

Short dirigierte weltweit renommierte Orchester wie das London Symphony Orchestra, die Academy of Ancient Music, das BBC Symphony Orchestra, das Chamber Orchestra of Europe, das Royal Philharmonic Orchestra und das Orchestra of the Age of Enlightenment. Der Live-Mitschnitt von Faurés Requiem mit Tenebrae und dem London Symphony Orchestra war 2013 für den prestigeträchtigen Gramophone Award nominiert. Weitere Gastdirigate unternahm Short mit den BBC Singers, dem MDR Rundfunkchor Leipzig und dem Dänsichen Nationalvokalensemble. 

Nigel Short ist auch Produzent und arbeitet u. a. mit Alamire, Ex Cathedra, The King's Singers und anderen professionellen Vokalensembles aus Grossbritannien zusammen. Aufnahmen wurden von Labels wie Decca Classics, Deutsche Grammophon, EMI Classics, Signum und Warner Classics herausgegeben. Im Jahr 2018 wurde er für einen Grammy in der Kategorie »Best Choral Performance« für Tenebraes Album »Music of the Spheres« nominiert. 

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Mitwirkende

  • Chor & Solisten Tenebrae Choir

  • Orchester Kammerorchester Basel

  • Leitung Nigel Short

Veranstaltungsort

  • Veranstaltungsort Pfarrkirche St. Peter und Paul, Görlitz

  • Adresse Bei der Peterskirche 9, 02826 Görlitz

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